Der Markt heute

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Der Markt heute

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Ausgabe vom 30.03.2017 8:05 Uhr

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Wichtige Daten und Ereignisse - Tag: 30.03.2017

Region HSBC Konsens Letzter Wert
  Donnerstag, 30.03.2017      
DE Konsumentenpreise, März (14.00)** 1,8 % gg. Vj. 1,8 % gg. Vj. 2,2 % gg. Vj.
US Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (14.30)* 243.000 247.000 261.000
  BIP (rev.), 4. Quartal 2016 (14.30)* 2,0 % (ann.) 2,0 % (ann.) 3,5 % (ann.)
  Freitag, 31.03.2017      
JP Konsumentenpreise, Feb. (01.30)* 0,2 % gg. Vj. 0,2 % gg. Vj. 0,4 % gg. Vj.

Quelle: HSBC, Bloomberg
Bedeutung für die europäischen Finanzmärkte: * moderat ** hoch *** sehr hoch

Deutschland: Das Teuerungsgespenst zieht sich zurück

Mit Spannung dürften in Deutschland heute die Inflationsdaten für März betrachtet werden, nachdem die Jahresrate der Konsumentenpreise im Vormonat mit 2,2 % überraschend kräftig auf den höchsten Stand seit März 2012 angestiegen war. Die Kernrate verblieb allerdings mit 1,3 % auf niedrigem Niveau. Das deutet darauf hin, dass der zugrundeliegende Preisdruck trotz der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt und bei den Löhnen in überschaubarem Rahmen bleibt. So gehen wir denn auch davon aus, dass das Inflationsgespenst, das vor allem mit Blick auf die im Jahresvergleich deutlich gestiegenen Energiepreise zuletzt verstärkt Schrecken verbreitet hat, sich im weiteren Verlauf von 2017 allmählich wieder zurückzieht. Im März dürfte die Teuerung auf 1,8 % zurückgegangen sein. Und auch im kommenden Jahr rechnen wir nur mit einer durchschnittlichen Teuerung von 1,8 % (2017e: 2,0 %, Grafik 1). Das geschilderte Szenario gilt auch für die Eurozone, was gegen eine schnelle Trendwende in der Geldpolitik spricht. Aufgrund insgesamt verminderter Deflationsgefahren dürfte aber von den europäischen Währungshütern noch in der 2. Jahreshälfte 2017 ein Beschluss zur Reduzierung des monatlichen Volumens der EZB-Anleihekäufe (ab April 2017: 60 Mrd. EUR) für Anfang 2018 gefasst werden.

EZB-Äußerungen als Spukerscheinung für den Euro

Der Euro fiel gestern zum US-Dollar unter die Marke von 1,08 USD zurück und muss damit seine Ambitionen auf spürbar höhere Notierungen offenbar vorerst begraben (Grafik 2). Hintergrund der gestrigen Bewegung waren Äußerungen aus dem Umfeld der EZB, die darauf hindeuten, dass der aktuelle monetäre Expansionsgrad noch einige Zeit beibehalten werden soll und die angedeutete Neubewertung der Geldpolitik im Juni nicht mit einer zeitnahen Anhebung der Leitzinsen einhergeht. Demnach wäre eine Erhöhung des Einlagensatzes in Richtung der Nullmarke nur schwer als "einmalige Aktion" zu vermitteln. In den USA mehren sich nach den jüngsten Konjunkturdaten die Stimmen seitens der Notenbank, wonach den seit Dezember 2015 vollzogenen Zinserhöhungen weitere folgen sollten. So hält der Chef der Fed von Boston, Eric S. Rosengren, insgesamt bis zu vier Anhebungen der Fed Funds Rate in 2017 für angebracht, um eine Überhitzung der US-Wirtschaft zu verhindern. Und auch der Präsident der regionalen Notenbank von San Francisco, John C. Williams, schloss mehr als zusammengenommen drei Zinserhöhungen in diesem Jahr nicht aus. Williams ist in diesem Jahr ein stimmberechtigtes Mitglied im Federal Open Market Committee (FOMC). Großbritannien hat gestern den Antrag für den EU-Austritt in Brüssel eingereicht. Bevor die eigentlichen Verhandlungen zwischen den Vertretern der EU und dem Vereinigten Königreich über die künftigen Beziehungen zueinander beginnen, werden sich die verbliebenen 27 EU-Staats- und Regierungschefs auf einem Gipfeltreffen Ende April auf eine gemeinsame Linie verständigen. Bereits jetzt zeichnen sich schwierige Austrittsverhandlungen ab. Während Großbritannien eine möglichst schnelle Lösung über ein neues Handelsabkommen anstrebt, beharrt die EU darauf, zunächst die finanziellen Verpflichtungen des austrittswilligen Landes zu klären. Artikel 50 des EU-Vertrages sieht einen Zeitraum von zwei Jahren nach dem Austrittsantrag vor, ab dem die EU-Verträge nicht mehr für den betroffenen Staat gelten, "es sei denn, der Europäische Rat beschließt im Einvernehmen mit dem betroffenen Mitgliedstaat einstimmig, diese Frist zu verlängern."

Emerging Markets: Freigabe des Kronenkurses rückt näher

Die tschechische Notenbank (CNB) wird bei der heutigen Sitzung den Schlüsselzins voraussichtlich unverändert bei 0,05 % belassen. Mit Spannung warten die Finanzmarktteilnehmer vor allem auf die anschließenden Erklärungen der Währungshüter, um Aufschlüsse über die wohl bevorstehende Freigabe des Kronenkurses zu erhalten. Wir gehen davon aus, dass man in Prag auf der für den 4. Mai terminierten nächsten Sitzung der CNB den bisherigen Mindestkurs des Euro von 27 CZK fallen lassen wird. Allerdings sind wir hinsichtlich der möglichen Kursgewinne der Krone zum Euro nach der Freigabe weniger aggressiv als die Währungshüter selber: Während diese zu den Jahresenden 2017 und 2018 mit Notierungen von 25,7 CZK bzw. 25,3 CZK rechnen, erwarten wir stattdessen lediglich Kurse um 26,2 CZK. Somit nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in Tschechien noch vor dem Jahresende 2017 zu.

Bund-Future vertreibt böse Geister

Der Bund-Future konnte gestern seine grundsätzliche Erholungstendenz seit der Monatsmitte fort- und sich oberhalb des ehemaligen Allzeithochs vom April 2015 bei 160,69 festsetzen. Dadurch steigen die Chancen auf weitere Kursgewinne, wobei vor allem die Glättungslinien der vergangenen 90 bzw. 38 Tage (akt. bei 162,52/66) als nächste Anlaufziele fungieren.

Technische Analyse

EUR/AUD (Wochenchart): Gelingt dem Euro der Befreiungsschlag?

Beim Währungspaar EUR/AUD geht es derzeit aus technischer Sicht ans Eingemachte. So konnte der Euro die horizontale Haltemarke im Bereich des 2015er-Tiefs bei 1,3672 AUD zuletzt als Sprungbrett für einen neuen Aufwärtsimpuls nutzen, der in einem großen Befreiungsschlag zum australischen Dollar münden könnte. Dafür gilt es, die Kombination an Hindernissen aus dem seit Anfang 2016 bestehenden Abwärtstrend (akt. bei 1,4231 AUD), der horizontalen Widerstandszone zwischen 1,4269/4431 AUD, wo seit 2010 gleich mehrere zyklische Hochs und Tiefs ausgeprägt wurden, und der 38-Wochen-Linie (akt. bei 1,4396 AUD) zu überwinden. Gelingt das, dürfte vor allem das Ende des angeführten Abwärtstrends für neue Dynamik auf der Oberseite sorgen. Die 200-Wochen-Linie (akt. bei 1,4718 AUD) sollte in diesem Fall nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu einer Rückkehr in den ehemaligen Aufwärtstrend seit 2012 (akt. bei 1,5344 AUD) darstellen. Die technischen Indikatoren machen mit Blick auf die bestehenden Kaufsignale beim Stochastik und MACD auf Wochenbasis durchaus Hoffnung, dass das angeführte Positivszenario aufgehen kann. Scheitert der Euro indes an den unmittelbar vor der Brust liegenden massiven Widerständen, gilt es derweil Vorsicht walten zu lassen. Denn schnell könnte sonst das eingangs erwähnte 2015er-Tief wieder getestet werden. Und unterhalb dieser Marke fände eine markante Toppbildung ihren Abschluss, die den Weg für deutlich tiefere Notierungen bereiten würde.

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Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

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