Der Markt heute

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Der Markt heute

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Ausgabe vom 22.02.2017 8:02 Uhr

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Wichtige Daten und Ereignisse - Tag: 22.02.2017

Region HSBC Konsens Letzter Wert
DE ifo Geschäftsklima, Feb. (10.00)** 109,4 109,7 109,8
  ifo Geschäftslage, Feb. (10.00)** 116,7 116,7 116,8
  ifo Geschäftserwartungen, Feb. (10.00)** 102,5 103 103,2
GB BIP (rev.), 4. Quartal 2016 (10.30)* 0,7 % gg. Vq. 0,6 % gg. Vq. 0,6 % gg. Vq.
EUR Konsumentenpreise (final), Jan. (11.00)* 1,8 % gg. Vj. 1,8 % gg. Vj. 1,1 % gg, Vj.
US Verkauf bestehenden Häuser, Jan. (16.00)* 5,40 Mio. (ann.) 5,55 Mio. (ann.) 5,49 Mio. (ann.)
  FOMC-Sitzungsprotokoll, Feb. (20.00)**      

Quelle: HSBC, Bloomberg
Bedeutung für die europäischen Finanzmärkte: * moderat ** hoch *** sehr hoch

ifo Geschäftsklima: Weiterhin im Boomsektor

Seit Mitte 2013 weist das ifo Geschäftsklima bei seinen beiden Unterkomponenten "Geschäftslage" und "Geschäftserwartungen" nahezu stetig (bei der Ausnahme von insgesamt acht Monaten) positive Saldenwerte aus. Damit befindet sich der Indikator im "Boomsektor" und klar oberhalb des historischen Durchschnitts (101,8 Punkte), was trotz leichter erwarteter Monatsrückgänge sowohl bei der Geschäftslage als auch der Geschäftserwartungen im Februar weiter Bestand haben dürfte. Die Bundesbank betonte in ihrem aktuellen Monatsbericht, dass der Aufschwung der deutschen Volkswirtschaft mit Wachstumsraten spürbar oberhalb der Potentialrate bereits seit drei Jahren anhält. Wir rechnen damit, dass sich diese Situation auch im laufenden Jahr fortsetzt. Für 2017 erwarten wir einen arbeitstäglich bereinigten BIP- Zuwachs von 1,6 %. Das Potentialwachstum sehen wir bei rund 1,4 %. In Großbritannien erfolgt heute die zweite Schätzung zum Wirtschaftswachstum im Schlussquartal des vergangenen Jahres. Wegen der u. a. besser als gedacht ausgefallenen Industrieproduktion im Dezember erwarten wir eine Aufwärtsrevision beim BIP-Zuwachs von bisher 0,6 % auf 0,7 % im Quartalsvergleich. Damit sollte auch das BIP-Plus für das Kalenderjahr 2016 von bisher 2,0 % auf 2,1 % nach oben revidiert werden. Spannend wird es bezüglich der Wirtschaftsentwicklung im laufenden Quartal. Mit Blick auf die zuletzt enttäuschenden Einzelhandelsumsätze könnte es zum Jahresauftakt zu einer deutlichen Abschwächung beim BIP-Momentum kommen. In der Eurozone sollte die Schnellschätzung zur Inflation für den Januar bestätigt werden (1,8 % gg. Vj.). Das ist der höchste Stand seit Februar 2013. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir ein durchschnittliches Plus von 1,7 % (2016: 0,2%). Die Kerninflationsrate, die zum Jahresende 2016 bei 0,9 % lag, sollte perspektivisch lediglich auf 1,2 % zulegen. 2018 sollten die allgemeinen Konsumentenpreise im Jahresdurchschnitt nach dem Auslaufen von Basis-effekten beim Ölpreis aber im Schnitt nur um 1,3 % expandieren. Seitens der EZB ist daher u. E. nicht schnell mit neuen geldpolitisch Weichenstellungen zu rechnen. In den USA dürfte beim Protokoll der FOMC-Sitzung vom Februar das Augenmerk der Markt-teilnehmer vor allem darauf gerichtet sein, ob Änderungen bei der Reinvestition fälliger An-leihen bzw. zum Bilanzvolumen der Fed bald spruchreif sind. Der Zeitpunkt der nächsten Leitzinserhöhung ist sicherlich näher gerückt. Dies sollte auch aus dem Sitzungsprotokoll deutlich werden. Vor dem Hintergrund, dass Art und Umfang des von der neuen US-Regierung geplanten Fiskalpaketes bisher nicht endgültig feststeht, gehen wir aber weiterhin davon aus, dass die nächste Leitzinsanhebung erst im Juni und nicht im März erfolgen wird.

Robuste Einkaufsmanagerwerte in der Eurozone

Im Februar zog der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in der Eurozone auf 55,5 Punkte an (Januar: 55,2 Punkte), im Dienstleistungssektor erfolgte sogar ein noch deutlichere Verbesserung um 1,9 auf 55,6 Punkte. Beide Zeitreihen notieren damit nun auf den höchsten Stand seit 70 Monaten. In Deutschland befestigte sich der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe um 0,6 auf 57,0 Punkte und im Dienstleistungsgewerbe um einen Indexpunkt auf 54,4 Punkte. In Frankreich gab es beim Index für das Verarbeitende Gewerbe ein leichtes Monatsminus auf 52,3 Punkte, jedoch im Dienstleistungssektor einen kräftigen Zuwachs um 2,6 auf 56,7 Punkte. Insgesamt deuten die Daten auf ein unverändert solides Wachstumsmomentum in der Eurozone hin (BIP im 4. Quartal 2016: 0,4 % gg. Vq.). Der Euro konnte jedoch zum US-Dollar hiervon nicht profitieren, vielmehr gab er deutlich in Richtung der gewichtigen Unterstützungsmarke von 1,0523 USD nach. In einer Stellungnahme vor dem Parlament machte Japans Notenbankchef Haruhiko Kuroda deutlich, dass die Bank of Japan (BoJ) weiterhin an der Nullzinspolitik festhalten und dem Trend zu höheren US-Leitzinsen nicht folgen würde. Wir erwarten auf absehbare Zeit keine neuen geldpolitischen Weichenstellungen der Währungshüter (d. h. weder im laufenden noch im kommenden Jahr).

EM: Vorrübergehende Stärke des US-Dollars in Asien

An den Devisenmärkten in Asien haben Spekulationen auf eine bereits im März stattfindende Zinsanhebung der US-Notenbank‎ dem US-Dollar zunächst Rückenwind gegeben. Entsprechende Kursgewinne verzeichnete der Greenback gegenüber den dortigen Lokalwährungen. Die Aufwärtsbewegung verlor im Handelsverlauf jedoch an Dynamik und stoppte schließlich, nachdem Exporteure aus der Region und Anleger die höheren Niveaus zum USD-Verkauf nutzten. Zusätzlich bremsten zahlreiche Marktteilnehmer im Vorfeld der anstehenden Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls des FOMC in den USA. Somit richten sich kurzfristig orientierte Händler inzwischen bei geringen Umsätzen auf weitgehend unveränderte Notierungen ein. Im Handel mit chinesischen Renminbi haben sich indes die Finanzierungsbedingungen im Marktsegment außerhalb von Festlandchina erneut verschärft. In der Folge notiert der USD im Austauschverhältnis zum CNH rund 200 Punkte niedriger als gegenüber dem CNY.

Rentenmarkt: Nachgebend

Vor dem Hintergrund des jüngsten Höhenflugs der Aktienkurse erwarten wir heute leicht nachgebende Notierungen am Rentenmarkt und ein Antesten des Jahreshoch beim Bund-Future bleibt wohl vorerst aufgeschoben.

Technische Analyse

Spread 10y Rendite Frankreich/Deutschland (Wochenchart): Idealtypische Bodenbildung

Für eine nachhaltige Wende nach oben müssen aus charttechnischer Sicht zwei Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Zum einen bedarf es der Ausprägung einer unteren Umkehr, zum anderen sollte ein langfristiger Abwärtstrend überwunden werden. Mit Blick auf den Spread zwischen der 10-jährigen Rendite Frankreich/Deutschland kann hinter beide Forderungen ein Haken gemacht werden. Mehr noch: Nach dem Bruch des seit November 2011 bestehenden Baissetrends und der anschließenden Komplettierung der Bodenbildung auf Basis der Tiefs vom Januar 2015 (17 bp) bzw. vom August 2016 (22 bp) konnte der Ratio-Chart jüngst die nächste wichtige Widerstandszone aus verschiedenen Hoch- und Tiefpunkten der Jahre 2011, 2013 und 2014 bei 71/74 bp überwinden. Da der trendfolgende MACD - bezogen auf den Spread - sowohl auf Wochen- als auch auf Monatsbasis freundlich zu interpretieren ist, dürfte das Hoch vom August 2012 bei 83 bp nur eine Durchgangsstation auf dem Weg nach Norden darstellen. Vielmehr definieren unseres Erachtens die Tiefpunkte vom Herbst 2011 bzw. vom 1. Quartal 2012 bei 95/98 bp das mittelfristige Anlaufziel. Per Saldo müssen Anleger mit weiteren Spreadausweitung zwischen den 10-jährigen Renditen in Frankreich und Deutschland rechnen. Diese Einschätzung wäre dagegen bei einem schnellen Rebreak der alten Ausbruchsmarken bei gut 70 bp zu negieren.

Bitte beachten Sie unsere Disclosures und den Disclaimer.

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