Der Markt heute

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Der Markt heute

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Ausgabe vom 24.08.2016 8:00 Uhr

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Wichtige Daten und Ereignisse - Tag: 24.08.2016

Region HSBC Konsens Letzter Wert
DE BIP (final), 2. Quartal 2016 (08.00)** 0,4 % gg. Vq. 0,4 % gg. Vq. 0,7 % gg. Vq.
US Verkauf bestehender Häuser, Juli (16.00)* 5,45 Mio. (ann.) 5,55 Mio. (ann.) 5,57 Mio. (ann.)

Quelle: HSBC, Bloomberg
Bedeutung für die europäischen Finanzmärkte: * moderat ** hoch *** sehr hoch

Details zum deutschen BIP

Die deutsche Wirtschaft konnte bereits zum Jahresanfang mit einem ansehnlichen BIP-Plus von 0,7 % gg. Vq. überzeugen. Dass die Konjunktur aber im 2. Quartal mit einem Quartalszuwachs von 0,4 % nachlegen konnte, kam überraschend. Die heutigen Detaildaten werden die Schnellschätzung wohl bestätigen, dabei jedoch die Zusammensetzung des Wachstums näher beleuchten. Als gesichert dürfte gelten, dass sowohl der staatliche als auch der private Konsum das Wachstum maßgeblich gestützt haben. Mit Blick auf die eher träge Weltkonjunktur überrascht hingegen, dass den ersten Erkenntnissen zufolge auch der Außenbeitrag für Rückenwind gesorgt hat, der noch im Schlussquartal des vergangenen Jahres stattliche 0,5 Prozentpunkte Wachstum kostete (Grafik 1). Die im Laufe der Woche noch zur Publikation anstehenden Sentimentdaten, ifo und GfK, werden Hinweise auf die Konjunkturperspektiven für die nächsten Monate geben. Zumindest die heimischen Einkaufmanager im Verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zeigen sich gemäß der gestern veröffentlichten Daten weiter relativ unbeeindruckt vom britischen Votum gegen den Fortbestand einer EU-Mitgliedschaft und bleiben insgesamt optimistisch (Seite 2).

Einkaufsmanager bleiben gelassen

Mit Ausnahme der französischen Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe bleiben die Beschaffungsexperten sowohl in Deutschland und Frankreich als auch im europäischen Aggregat sektorenübergreifend optimistisch: Die entsprechenden Indexwerte für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor liegen weiter oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Während das Verarbeitende Gewerbe (53,6 nach 53,8 Punkten) in Deutschland nur leicht abfiel, verzeichnete der Dienstleistungssektor (53,3 nach 54,4 Punkten) einen deutlicheren Rückgang. Dies könnte den Terroranschlägen Ende Juli in Süddeutschland geschuldet sein. Trotz der insgesamt soliden Werte ist auffällig, dass die Erwartungs- und Beschäftigungskomponenten schwächer werden. Dies dürfte zum einen am schwindenden Rückenwind durch den Ölpreissturz seit Mitte 2014 liegen, aber auch durch die nachlassende Investitionstätigkeit von Unternehmen in Großbritannien zu begründen sein. In den USA zogen die Verkaufszahlen neuer Häuser im Juli unerwartet stark an. Mit auf das Jahr hochgerechnet 654.000 Verkäufen liegt die Zahl auf dem höchsten Stand seit Oktober 2007. Günstige Finanzierungsbedingungen und eine solide Lohndynamik sollten den US-Immobilienmarkt weiter stützen. Der Euro musste im Austauschverhältnis zum US-Dollar etwas Boden preisgeben und notiert wieder bei rund 1,13 USD. Bislang scheiterte die Einheitswährung an dem massiven Widerstandsbereich bei 1,14 USD. Die Aufwärtskräfte des Euro im Verhältnis zum britischen Pfund sind aktuell ebenfalls zum Erliegen gekommen und die Notierungen rutschten sogar deutlich unter 0,86 GBP.

Emerging Markets: Preise in Südafrika steigen weiter an

In Südafrika werden heute die Konsumentenpreise für Juli veröffentlicht. Dabei gehen wir davon aus, dass die Jahresrate bei 6,0 % gg. Vj. liegt (Juni: 6,3 %). Sinkende Energiepreise und ein geringerer Anstieg der Elektrizitätstarife im Vergleich zum Vorjahr dürften dabei eine höhere Jahresrate verhindert haben. Im Monatsvergleich ergibt sich dennoch voraussichtlich ein Plus von 0,8 %, und auch in den kommenden Monaten rechnen wir aufgrund der massiven Abwertung des südafrikanischen Rands aus dem Vorjahr noch mit weiteren Preisanstiegen. Die Inflationsrate dürfte dabei auf Werte über 7 % anziehen und sich somit wieder weiter von der Zielbandbreite der südafrikanischen Notenbank (3-6 %) nach oben entfernen. Daher gehen wir davon aus, dass die Notenbank nach bisher sechs Leitzinserhöhungen um insgesamt 200 BP seit 2014 Anfang des kommenden Jahres noch einmal an der Zinsschraube drehen und den Reposatz um 25 BP auf 7,25 % anheben wird, um der Inflationsentwicklung entgegenzuwirken. Erst im kommenden Jahr dürfte sich die Lage bei den Preisen mit Blick auf die jüngste Erholungsbewegung des Rands wieder etwas nachhaltiger entspannen. Die positive Tendenz für den südafrikanischen Rand am Devisenmarkt der letzten Monate sollte trotz der gestrigen Gegenbewegung grundsätzlich andauern. So erwarten wir vorerst keine Herunterstufung der Kreditwürdigkeit durch die Ratingagenturen auf ein "non-investment grade". Zudem sollte sich die politische Lage nach den Kommunalwahlen vom Beginn des Monats wieder beruhigen. Da sich die Lage in der defizitären Handels- und Leistungsbilanz allmählich verbessert, lässt der Abwertungsdruck auf den südafrikanischen Rand auch von dieser Seite nach. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Jahresend-prognose zum US-Dollar von 16,20 ZAR auf 13,00 ZAR revidiert. Im kommenden Jahr sollten sich dann Notierungen von 12,50 ZAR einstellen.

Rentenmarkt: 168 im Blick

Der Bund-Future legte gestern erneut zu und dürfte heute der Marke von 168 nahe kommen.

Technische Analyse

10-jährige Rendite Deutschland (Wochenchart): Abwärtstrend intakt …

Seit längerer Zeit wollen wir an dieser Stelle mal wieder die 10-jährige Rendite in Deutschland unter die Lupe nehmen. Aus Sicht der technischen Analyse ist der im Juni 2015 etablierte Abwärtstrend (akt. bei 0,15 %) absolut intakt. Bei näherem Hinsehen fallen allerdings die letzten drei Wochenkerzen auf, die jeweils innerhalb der Schwankungsbreite der Vorperiode verblieben. Die somit ausgeprägten "Innenstäbe" verdeutlichen, dass sich derzeit ein gewisses Bewegungspotential aufstaut. Damit sich dieses allerdings in Form eines Zinsanstiegs entlädt, gilt es, einige Vorbedingungen zu erfüllen. So würde u. E. eine Rückeroberung des Tiefs vom April vergangenen Jahres bei 0,05 % einen ersten Hinweis in diese Richtung liefern. Für charttechnisch noch wichtiger halten wir aber die Kombination aus dem o. g. Abwärtstrend seit Juni 2015 und der 38-Wochen-Linie (akt. bei 0,18 %). Wenngleich der MACD einen Zinsanstieg begünstigt und der RSI eine Flagge nach oben aufgelöst hat, würden wir eine Aktivierung der beiden herausgearbeiteten Signalgeber unbedingt abwarten, denn ohne eine solche Weichenstellung hat der übergeordnete Abwärtstrend weiterhin Bestand.

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Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter http://www.der-markt-heute.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite http://www.der-markt-heute.de (rechts) aufgeführt.

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