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Kapitalmarktausblick

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Ausgabe vom 28.04.2017 13:58 Uhr

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Wichtige Daten und Ereignisse - Woche: 29.04.-05.05.2017

Tag Region Art des Termins HSBC Konsens Vorperiode
Montag US ISM Verarb. Gewerbe, April (16.00) 55,6 56,5 57,2
Dienstag AUS RBA Zinsentscheidung (06.30) 1,50% 1,50% 1,50%
  GB PMI Verarb. Gewerbe, April (10.30) 54,0 54,0 54,7
  EUR Arbeitslosenquote, März (11.00) 9,5% 9,5% 9,5%
Mittwoch DE Arbeitslosenquote (sb.), April (09.55) 5,8% 5,8% 5,8%
    Arbeitslosenzahl (sb.), April (09.55) -6.000 -12.000 -30.000
  EUR BIP, 1. Quartal 2017 (11.00) 0,5 % gg. Vq. 0,5 % gg. Vq. 0,5 % gg. Vq.
  US ADP Arbeitsmarktbericht, April (14.15) 195.000 183.000 263.000
    ISM Dienstleistungen, April (16.00) 55,8 56,0 55,2
    FOMC Zinsentscheidung (20.00) 0,75 - 1,00 % 0,75 - 1,00 % 0,75 - 1,00 %
Donnerstag NO Norges Bank Zinsentscheidung (10.00) 0,50% 0,50% 0,50%
  GB PMI Dienstleistungen April (10.30) 54,5 54,2 55,0
Freitag US Neugeschaffene Stellen. April (14.30) 200.000 185.000 98.000
    Arbeitslosenquote, April (14.30) 4,6% 4,6% 4,6%
Samstag EU Sondertagung des Europ. Rat zum Brexit      

Quelle: HSBC, Bloomberg

USA: Gegenwind nicht von Dauer

Bevor es an das nächste Wahlwochenende geht (am ersten Mai-Wochenende geht die französische Präsidentschaftswahl in Runde 2), können die Marktteilnehmer noch etwas Futter aus den zahlreichen anstehenden Konjunkturveröffentlichungen im Wochenverlauf ziehen. Der Fokus liegt dabei in besonderem Maße auf den USA. Die jüngsten Daten zur US-Konjunktur waren nicht alle überzeugend. Das BIP-Wachstum hat sich im 1. Quartal wohl deutlich abgebremst. Auch bei den Umfragen unter Einkaufsmanagern aus der Industrie können wir uns im April eine etwas verhaltenere Einschätzung vorstellen, im Dienstleistungssektor sollte der kräftige Vormonatsrückgang ein erneutes Sinken des ISM-Index indes verhindert haben. Die Zurückhaltung dürfte auch daher rühren, dass viel Zuversicht von dem von der neuen US-Regierung im Wahlkampf in Aussicht gestellte Fiskalpaket herrührte. Die Umsetzung lässt weiterhin auf sich warten, was zu einer gewissen Ernüchterung führt. Eine erste zaghafte Konkretisierung der geplanten Maßnahmen erfolgte erst in den letzten Tagen. Besonders die Stimmungsindikatoren der kommenden Monate dürften also erst Aufschluss darüber geben, wie überzeugend die mittlerweile angekündigten Steueranreize sind. Und "Schwarzmalen" muss man die konjunkturelle Situation in den USA auch jetzt schon nicht, denn die Einkaufsmanagerindizes deuten beide nach wie vor auf ein überaus solides Wachstum hin und weisen zum Teil überaus vielversprechende Komponenten (Neuaufträge, Beschäftigung) auf. Entsprechend dürfte auch der im März zu beobachten gewesene, schwache Stellenaufbau vor allem auf Wettereffekte zurückzuführen sein. Im April stehen die Chancen auf ein deutlicheres Jobplus deshalb gut (Grafik 1), wir rechnen mit 200.000 neugeschaffenen Stellen. Und trotz des von uns erwarteten leichten Anstiegs der Arbeitslosenquote von 4,5 % auf 4,6 % dürfte das Ziel der Fed, für eine möglichst hohe Beschäftigung zu sorgen, wohl erreicht sein. Auf ihrer am Mittwoch stattfindenden Sitzung dürfte aber dennoch nicht erneut an der geldpolitischen Schraube gedreht werden, auch weil bei dieser Sitzung keine begleitende Pressekonferenz stattfindet, die Raum für Erklärungen lässt. Und auch Fortschritte im Projekt "Bilanzreduzierung" dürften kaum im Pressestatement veröffentlicht werden, sondern entsprechende Gedankengänge frühestens im Mitte des Monats erscheinenden Sitzungsprotokoll deutlich werden. Mit der nächsten Leitzinserhöhung rechnen wir erst wieder im Juni, gefolgt von einem weiteren Schritt im September. Und auch in der Eurozone wird es nicht langweilig: Mit den BIP-Zahlen für das 1. Quartal herrscht endlich Sicherheit über die Wachstumsstärke zu Jahresbeginn, denn die Daten gaben zuletzt ein uneinheitliches Bild ab. So ließen die Vorlaufindikatoren darauf schließen, dass die Eurozone den Vorwärtsgang eingelegt hat. Der Composite PMI deutete beispielsweise auf das kräftigste Quartalsplus seit 2011 hin. Die bisher erschienenen harten Konjunkturdaten konnten allerdings noch nicht in die großen Fußstapfen treten. Vor allem der Output in der Industrie blieb in den ersten Monaten hinter den Erwartungen zurück. Es wird deshalb spannend werden, wie gut die Stimmungsindikatoren die konjunkturelle Entwicklung wirklich abgreifen konnten. Wir rechnen mit einem Quartalsplus von 0,5 % gg. Vq. An diesem Wochenende treffen sich zudem Vertreter der EU im Rahmen eines Sondertreffens des Europäischen Rates zu den Brexit-Verhandlungen. Abgestimmt werden sollen gemeinsame Leitlinien der EU-Mitgliedsländer, wenn es an die Modalitäten des Briten-Austritts geht. Auf einer anschließenden Pressekonferenz werden die Ergebnisse präsentiert.

Ausblick auf Renten- und Devisenmärkte

Der Ausgang der ersten Wahlrunde in Frankreich sorgte für Erleichterung und verhalf dem Euro zum US-Dollar über die wichtigen Widerstände bei gut 1,08 USD. Damit haben sich die Perspektiven für die Einheitswährung dank einer abgeschlossenen Bodenbildung deutlich aufgehellt. Die nächsten markanten Widerstände warten erst deutlich oberhalb von 1,10 USD. Der Bund-Future steuert auf ein Schließen der zu Wochenbeginn ausgeprägten Abwärtskurslücke (161,63 zu 162,49) zu. Ob das gelingt, bleibt abzuwarten, denn die technischen Indikatoren sorgen mit Ausstiegssignalen für Gegenwind und betonen die Risiken auf der Unterseite. Die nächste Haltemarke ist im Bereich des jüngsten Tiefs bei 160,65 anzusiedeln.

Primärmarktausblick

In der kommenden Woche dürften die Staaten der Eurozone ein Emissionsvolumen von insgesamt rund 14 Mrd. EUR begeben. Dem stehen Rückzahlungen in Höhe von 35 Mrd. EUR gegenüber. Den Anfang macht am Mittwoch die deutsche Finanzagentur mit der Aufstockung der 10-jährigen Bundesanleihe um 3 Mrd. EUR. Am Donnerstag folgt Frankreich mit der Aufstockung von drei OATs am langen Ende der Kurve. Am selben Tag dürfte Spanien ebenfalls an den Kapitalmarkt treten. Die betroffenen Bonds werden heute Nachmittag und die Volumina Anfang nächster Woche bekanntgegeben. Das UK Debt Management Office plant ebenfalls für Donnerstag die Aufstockung der 2037-fälligen Gilt. Am Geldmarkt bringen es Frankreich, die Niederlande und Belgien zusammen auf rund 11 Mrd. EUR. Dem stehen Fälligkeiten in Höhe von knapp 10 Mrd. EUR gegenüber.

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