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Reallöhne dämpfen Einzelhandel in Großbritannien

Die Stimmung im britischen Einzelhandel bleibt verhalten. Im Oktober stiegen die Umsätze in Großbritannien zwar im Vergleich zum Vormonat um 0,3 % und lagen damit leicht über unseren Erwartungen (0,1 % gg. Vm.). Gleichzeitig ist die Wachstumsdynamik aber im Vorjahresvergleich auf -0,3 % zurückgegangen. Obwohl dieser Rückgang u. a. auf statistische Effekte zurückzuführen ist, gibt es wenig Anlass zu Optimismus für die weitere Entwicklung. So hemmen die im europäischen Vergleich hohe Inflation in Kombination mit einem schwachen Nominallohnwachstum die Reallöhne (Grafik 1) und bremsen damit die Kauflaune der britischen Konsumenten.

Marktreaktion:
Das britische Pfund legte zwar gestern gegenüber dem Euro sogar ein wenig zu, insgesamt verbleibt der Kurs aber seit Wochenbeginn in einem Band zwischen 0,89 und 0,90 GBP. Die Ankündigung des Chefs der britischen Notenbank Mark Carney von geldpolitischer Seite alles zu tun, um die ökonomischen Konsequenzen eines "Brexit" abzufedern, dürfte die britische Währung aber potentiell anfällig machen.

US-Steuerreform nimmt (langsam) Konturen an

In den USA haben sowohl das Repräsentantenhaus als auch der Senat ihre jeweiligen Pläne zur Umsetzung einer umfassenden Steuerreform vorgelegt. Kernpunkte der Reform bilden eine Neuordnung der Einkommensteuer sowie eine erhebliche Nettosteuerentlastung für Unternehmen. Das Gesamtvolumen der geplanten Steuerentlastungen über 10 Jahre beträgt ca. 1,3 Billionen USD (davon ca. 1 Billion allein im Unternehmenssteuerbereich) und liegt damit nur knapp unter dem im Oktober in der gemeinsamen Budgetresolution festgelegten Höchstbetrag von 1,5 Billionen USD. Eine endgültige Gesetzesvorlage bedarf jedoch der Zustimmung beider Häuser, bevor sie durch die Unterschrift des US-Präsidenten rechtskräftig werden kann. Die bislang bekanntgewordenen Vorlagen lassen aber diesbezüglich - trotz der gestrigen Bewilligung durch das Repräsentantenhaus - noch erheblichen Verhandlungsbedarf erahnen. Wir rechnen in diesem Zusammenhang nicht mit einer Einigung vor Mitte des ersten Quartals 2018.

Marktreaktion:
An den Finanzmärkten sind gerade mit Bezug auf die kolportierten Unternehmenssteuersenkungen seit den Präsidentschaftswahlen im letzten November erhebliche Hoffnungen verbunden gewesen. Diese waren nicht zuletzt für die starke Aufwertung des USD gegenüber dem Euro zum Jahresende 2016 verantwortlich (Grafik 2). Eine (überraschend) zeitnahe Einigung könnte dem USD daher einen positiven Schub verleihen, bietet aber auch ein gewisses Rückschlagpotential im Falle eines Scheiterns der Reform.

Und sonst?

  • Indien: Die Ratingagentur Moody‘s hat das Kredit-Rating für Indien um eine Stufe auf Baa2 angehoben. Dies stellt die erste Verbesserung der Kreditwürdigkeitseinschätzung des Landes durch die Ratingagentur seit Januar 2004 dar. In Folge der Entscheidung konnten sowohl indische Staatsanleihen als auch die indische Rupie deutliche Kurssteigerungen verbuchen.
  • Deutschland: Die Sondierungsgespräche über die Bildung einer "Jamaika-Koalition" werden möglicherweise noch bis Sonntag ausgeweitet. Auch in der gestrigen Verhandlungsrunde haben Medienberichten zufolge noch erhebliche Differenzen zwischen den beteiligten Parteien bestanden.
  • Ägypten: Die Zentralbank hat gestern ihre Leitzinsen unverändert belassen, darunter den Schlüsselsatz für gleichtägige Geschäfte bei 18,75 % - 19,75 %. Die Währungshüter begründeten ihre Entscheidung mit dem unverändert hohen Preisdruck. Die Notenbanker zeigten sich aber zuversichtlich, bis Ende 2018 ihr Inflationsziel von 13 % +/- 3 Prozentpunkte zu erreichen. Wir rechnen erst nach dem Beginn kommenden Jahres mit Zinssenkungen. Insofern werden die Renditen ägyptischer Papiere kurzfristig vermutlich weiter leicht steigen. Auf der Währungsseite bleiben die Auswirkungen der Zinsentscheidung auf den NDF-Handel wahrscheinlich überschaubar.
  • Kanada: Die Inflationsdaten für den Monat Oktober werden heute in Kanada bekanntgegeben. Wir erwarten, dass sich die Teuerungsrate im Vergleich zum Vormonat um 0,1 % verlangsamt hat. Damit dürfte sich im Jahresvergleich für die Inflation ein Wert von nur noch 1,2 % gg. Vj. einstellen (nach 1,6 % gg. Vj. im September). Verantwortlich ist hierfür vor allem ein Rückgang der Benzinpreise, die jedoch im November aufgrund des Ölpreisanstiegs wieder anziehen sollten.

Bitte beachten Sie unsere Disclosures und den Disclaimer.

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13.11.-17.11.2017

Welche neuen Staatsschulden sollen in dieser Woche über Anleihen und T-Bills platziert werden?

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HSBC unterhält Systeme zur Erkennung und Regelung möglicher Interessenskonflikte im Zusammenhang mit den Research-Aktivitäten der Bank. Die Analysten und sonstigen für die Erstellung und Verbreitung von Analysen zuständigen Mitarbeiter von HSBC agieren unabhängig vom Investment-Banking-Geschäft der Bank und sind in eine unabhängige Führungsstruktur eingebunden. Durch eine strikte Trennung der Bereiche Investment-Banking und Research (Chinese Wall) wird ein angemessener Umgang mit vertraulichen und kursrelevanten Informationen sichergestellt. Die Bezahlung der Analysten richtet sich teilweise nach dem Ertrag von HSBC, in den auch Einnahmen aus dem Investment-Banking einfließen.

Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter https://research.hsbc.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite https://research.hsbc.de/research/display/veroeffentlichungen/marktanalysen/marktkompass (rechts) aufgeführt.

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Diese Studie wurde von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ("HSBC") erstellt, sie dient ausschließlich der Information unserer Kunden. Falls der Empfänger dieser Studie ein Kunde eines mit HSBC verbundenen Unternehmens ist, unterliegt die Weiterleitung an den Empfänger den zwischen dem Empfänger und dem verbundenen Unternehmen geltenden Geschäftsbedingungen. Mit dieser Studie wird weder ein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung eines Anlagetitels unterbreitet. So weit nicht ausdrückliche Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlungen ausgesprochen werden, stellen die hierin mitgeteilten Einschätzungen zu den Wertpapieren und sonstigen Titeln keine Anlageempfehlungen dar. Die von HSBC in dieser Studie gegebenen Informationen beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner neutralen Prüfung unterzogen haben; HSBC übernimmt keine Gewähr und keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen. Die in dieser Studie vertretenen Meinungen stellen ausschließlich die Auffassungen der Research-Abteilung von HSBC dar und können sich jederzeit ändern; solche Meinungsänderungen müssen nicht publiziert werden.

Die in den Studien enthaltenen Informationen und Meinungen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, die jedoch zeitweiligen Veränderungen unterliegen. Die Kursdaten auf Seite 1 stammen von Reuters. Die technischen Marken auf Seite 2 sind das Ergebnis eigener Analysen. Die vergangene Entwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance. Der Wert jedes Investments oder der Ertrag kann sowohl sinken als auch steigen, und Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Gesamtbetrag zurück. Der Wert eines Anleiheinvestments kann durch innewohnende Kreditrisiken schwanken. Dort, wo ein Investment in einer anderen Währung als der lokalen Währung des Empfängers der Studie denominiert ist, könnten Veränderungen des Devisenkurses eine Negativwirkung auf Wert, Kurs oder Ertrag dieses Investments haben. Bei Investments, für die es keinen anerkannten Markt gibt, könnten die Investoren Schwierigkeiten haben, diese zu veräußern oder zuverlässige Informationen über den Wert oder das Ausmaß des Risikos, dem ein Investment unterliegt, zu erhalten.

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