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BoJ bleibt in der Offensive

Der japanische Yen legte zum US-Dollar zu, nachdem die japanische Notenbank (BoJ) Anfang des Jahres ihre Anleihenkäufe reduzierte. Dies ist allerdings kein neuer Trend: Kaufte die BoJ 2016 noch 79 Billionen Yen - das angestrebte Volumen liegt bei rund 80 Billionen Yen - waren es 2017 nur noch 58 Billionen Yen. Die Notenbank hat sich darauf verlagert, die Rendite 10-jähriger Staatspapiere im Bereich von 0 % zu stabilisieren, was ihr bisher gelungen ist. Auf ihrer Sitzung am Dienstagmorgen dürften die Währungshüter ihre geldpolitische Ausrichtung aufgrund der nach wie vor deutlich unterhalb der Erwartungen liegenden Preisentwicklung unverändert lassen. Auch in den kommenden Monaten droht somit keine Kehrtwende, strebt die BoJ doch an, ein Überschießen der Inflation über die 2 % Zielmarke zu erreichen.

Marktreaktion:
Verpuffen die Spekulationen über eine geldpolitische Wende, dürfte sich der Yen in den kommenden Wochen zum US-Dollar leicht abschwächen.

EZB in abwartender Haltung - noch

Neben einer Reihe von Vorlaufindikatoren aus der Eurozone, die der Wirtschaft weiterhin eine gute Verfassung attestieren sollten, steht die Sitzung der EZB am Donnerstag im Fokus. Das Protokoll der letzten EZB-Sitzung hat offenbart, dass die Notenbank in den ersten Monaten des Jahres plant, ihre "forward guidance" anzupassen. Seitdem präsentiert sich die Konjunktur weiter in guter Verfassung und der angezogene Ölpreis sorgt zumindest kurzfristig für ein wenig Inflationsdruck. Zeitgleich hat der Euro aber aufgewertet und die Kernrate der Inflation zeigt keine Aufwärtsdynamik. Insofern dürfte die EZB u. E. auf dieser Sitzung noch nicht den Weg für eine Beendigung des QE-Programms im September ebnen, geschweige denn eine geldpolitische Anpassung vornehmen.

Marktreaktion:
Zuletzt hat sich an den Kapitalmärken die Erwartungshaltung aufgebaut, dass die EZB auf dem Weg zu einer Verschärfung der Geldpolitik ist. Hält sich die Notenbank auf ihrer Sitzung diese Woche bedeckt, dürfte dies dem Euro etwas den Rückenwind aus den Segeln nehmen.

Regierungsstillstand in den USA

Dem US-Kongress gelang es zum Ende der letzten Woche nicht, eine abermalige Zwischenfinanzierung des US-Haushalts zu erreichen. Damit wurde der sogenannte "Government Shutdown" nicht verhindert. Teilweise werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nun in einen Zwangsurlaub gesendet. Letztmals war es hierzu vom 1. Oktober bis zum 17. Oktober 2013 gekommen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen hielten sich damals in Grenzen.

Marktreaktion:
Im Umfeld der ausbleibenden Einigung zwischen Demokraten und Republikanern zog die 10-jährige Rendite von US-Staatsanleihen auf ein neues zyklisches Hoch. Kurzfristig zeichnet sich ein weiterer Anstieg ab.

Und sonst?

  • USA: In den USA enttäuschte am Freitag das Konsumentenvertrauen der Universität Michigan mit einem Rückgang von 95,9 auf 94,4 Punkte im Januar (Konsens: 97,0). Die Steuerminderung durch die zum Jahresende 2017 beschlossene Steuerreform führte nicht zu einer neuerlichen Stimmungsverbesserung. Der US-Dollar zeigte sich weder von den enttäuschenden Stimmungsumfrage noch dem Regierungsstillstand in den USA nachhaltig belastet.
  • Deutschland: Die SPD hat sich gestern mit 362 zu 279 Delegiertenstimmen (56 %) für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU entschlossen. Einem potentiellen Koalitionsvertrag müssen am Ende noch die SPD-Mitglieder zustimmen. Mit Blick auf die Koalitionsgespräche fordert die die SPD Nachbesserungen der Sondierungsabsprachen, was bei der Union bisher auf wenig Bereitschaft zu treffen scheint.

Bitte beachten Sie unsere Disclosures und den Disclaimer.

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22.01.-26.01.2018

Welche neuen Staatsschulden sollen in dieser Woche über Anleihen und T-Bills platziert werden?

Unser montäglich aktualisierter Emissionskalender gibt Auskunft zu den Plänen der Schatzämter aus der Eurozone, den USA, Großbritanniens und Schwedens.

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HSBC unterhält Systeme zur Erkennung und Regelung möglicher Interessenskonflikte im Zusammenhang mit den Research-Aktivitäten der Bank. Die Analysten und sonstigen für die Erstellung und Verbreitung von Analysen zuständigen Mitarbeiter von HSBC agieren unabhängig vom Investment-Banking-Geschäft der Bank und sind in eine unabhängige Führungsstruktur eingebunden. Durch eine strikte Trennung der Bereiche Investment-Banking und Research (Chinese Wall) wird ein angemessener Umgang mit vertraulichen und kursrelevanten Informationen sichergestellt. Die Bezahlung der Analysten richtet sich teilweise nach dem Ertrag von HSBC, in den auch Einnahmen aus dem Investment-Banking einfließen.

Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter https://research.hsbc.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite https://research.hsbc.de/research/display/veroeffentlichungen/marktanalysen/marktkompass (rechts) aufgeführt.

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Diese Studie wurde von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ("HSBC") erstellt, sie dient ausschließlich der Information unserer Kunden. Falls der Empfänger dieser Studie ein Kunde eines mit HSBC verbundenen Unternehmens ist, unterliegt die Weiterleitung an den Empfänger den zwischen dem Empfänger und dem verbundenen Unternehmen geltenden Geschäftsbedingungen. Mit dieser Studie wird weder ein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung eines Anlagetitels unterbreitet. So weit nicht ausdrückliche Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlungen ausgesprochen werden, stellen die hierin mitgeteilten Einschätzungen zu den Wertpapieren und sonstigen Titeln keine Anlageempfehlungen dar. Die von HSBC in dieser Studie gegebenen Informationen beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner neutralen Prüfung unterzogen haben; HSBC übernimmt keine Gewähr und keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen. Die in dieser Studie vertretenen Meinungen stellen ausschließlich die Auffassungen der Research-Abteilung von HSBC dar und können sich jederzeit ändern; solche Meinungsänderungen müssen nicht publiziert werden.

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