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Energiepreise treiben Inflation

Der rasante Anstieg des Ölpreises hat die Inflation in den vergangenen Monaten in Richtung Norden getrieben. Auch wenn die Bergfahrt des Ölpreises jüngst ins Stocken geraten ist, dürfte sich die Inflation in der Eurozone auch in den kommenden Monaten im Bereich der 2 %-Marke bewegen. In Deutschland erwarten wir im Oktober mit 2,5 % sogar die höchste Inflationsrate seit September 2008. Dies dürfte aber nicht der Startpunkt hin zu einem nachhaltigen Aufwärtstrend bei der Teuerung sein. Im gesamten Währungsgebiet sollte der Preisauftrieb 2019 zwar leicht von 1,8 % auf 1,9 % gg. Vj. anziehen, 2020 aber wieder auf 1,7 % abrutschen. Die zuletzt bei 0,9 % notierende Kerninflation, die Energie- und Nahrungsmittelpreise ausklammert, verdeutlicht, dass der Preisdruck nicht durch eine starke gesamtwirtschaftliche Nachfrage sondern durch exogene Faktoren getrieben ist. Da nicht mit einer Lohnexplosion in den kommenden Quartalen zu rechnen ist, dürfte die Kerninflation auch mittelfristig nur moderat anziehen.

Marktreaktion:
Der weiter moderate Inflationsauftrieb limitiert das Aufwärtspotential von Bundesanleihen. Mit Blick auf die kommenden Monate sollte sich die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen weiter seitwärts bewegen

Britische Konsumenten gönnen sich Atempause

Die britischen Einzelhandelsumsätze enttäuschten im September mit einem Rückgang um 0,8 % im Monatsvergleich, was aber keine größeren Effekte auf das britische Pfund hatte. Nach dem rasanten Anstieg der Einzelhandelsumsätze im Juli und August wäre alles andere als ein Rücksetzer im September eine Überraschung gewesen. Die in den USA veröffentlichten Daten ließen derweil keinen Zweifel an der guten Verfassung der US-Konjunktur aufkommen. Mit 210.000 Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe liegen diese weiter auf einem historisch sehr niedrigen Niveau und der Philly Fed-Index signalisierte mit 22,2 Punkten im Oktober weiter eine gute Stimmung im US-Unternehmenssektor in der betroffenen Region.

Marktreaktion:
Die Impulse für die Devisenmärkte von Seiten der fundamentalen Daten hielten sich gestern in Grenzen und auch heute ist aus dieser Richtung nicht mit einen nennenswerten Impulsen zu rechnen. In diesem Umfeld droht der Euro zum US-Dollar den Trend der letzten Tage fortzusetzen. Die nächste wichtige Unterstützung wartet auf die Einheitswährung bei rund 1,143 USD in Form des Zwischentiefs vom 9. Oktober. Belastend könnte sich auf den Euro die Stellungnahme der Europäischen Kommission zur italienischen Haushaltplanung für die Jahre 2019 bis 2021 auswirken. Demnach stünde der eingereichte Haushaltplan Italiens nicht im Einklang mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt.

Und sonst?

  • China: Das chinesische Wirtschaftswachstum hat sich im 3. Quartal von 6,7 % auf 6,5 % gg. Vj. und damit mehr abgeschwächt als erwartet (Konsens: 6,6 %). Dies ist das niedrigste BIP-Wachstum seit dem 1. Quartal 2009. Dämpfend auf die wirtschaftliche Aktivität hat sich dabei der Automobilsektor ausgewirkt, während in anderen Teilbereichen der Industrie weiter eine gute Performance erzielt wurde. Damit fehlen bisher klare Anzeichen dafür, dass der Handelskonflikt mit den USA die Wirtschaft deutlich belastet hat. Die chinesische Regierung dürfte zudem die Fiskalpolitik weiter lockern, um ein Gegengewicht zu den negativen Bremseffekten von der Exporttätigkeit zu setzen.
  • Ghana: Das Land bereitet seit einigen Wochen die Emission einer hundertjährigen Anleihe bis zum Jahresende vor. Laut Finanzminister Ken Ofori-Atta sollen jährlich 3-7 Mrd. USD von insgesamt 50 Mrd. USD emittiert werden. Das westafrikanische Land hatte im Mai Eurobonds über 2 Mrd. USD begeben, fällig in 10 und 30 Jahren. Insgesamt stellt die Emission einer hundertjährigen Anleihe ein Novum für einen afrikanischen Staat dar. Inzwischen hat die Ankündigung einer ultralangen Anleihe zu höheren Renditen der ausstehenden USD-Staatsanleihen Ghanas geführt.

Bitte beachten Sie unsere Disclosures und den Disclaimer.

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15.10.-19.10.2018

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HSBC unterhält Systeme zur Erkennung und Regelung möglicher Interessenskonflikte im Zusammenhang mit den Research-Aktivitäten der Bank. Die Analysten und sonstigen für die Erstellung und Verbreitung von Analysen zuständigen Mitarbeiter von HSBC agieren unabhängig vom Investment-Banking-Geschäft der Bank und sind in eine unabhängige Führungsstruktur eingebunden. Durch eine strikte Trennung der Bereiche Investment-Banking und Research (Chinese Wall) wird ein angemessener Umgang mit vertraulichen und kursrelevanten Informationen sichergestellt. Die Bezahlung der Analysten richtet sich teilweise nach dem Ertrag von HSBC, in den auch Einnahmen aus dem Investment-Banking einfließen.

Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter https://research.hsbc.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite https://research.hsbc.de/research/display/veroeffentlichungen/marktanalysen/marktkompass (rechts) aufgeführt.

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Diese Studie wurde von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ("HSBCâ€�) erstellt, sie dient ausschließlich der Information unserer Kunden. Falls der Empfänger dieser Studie ein Kunde eines mit HSBC verbundenen Unternehmens ist, unterliegt die Weiterleitung an den Empfänger den zwischen dem Empfänger und dem verbundenen Unternehmen geltenden Geschäftsbedingungen. Mit dieser Studie wird weder ein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung eines Anlagetitels unterbreitet. So weit nicht ausdrückliche Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlungen ausgesprochen werden, stellen die hierin mitgeteilten Einschätzungen zu den Wertpapieren und sonstigen Titeln keine Anlageempfehlungen dar. Die von HSBC in dieser Studie gegebenen Informationen beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner neutralen Prüfung unterzogen haben; HSBC übernimmt keine Gewähr und keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen. Die in dieser Studie vertretenen Meinungen stellen ausschließlich die Auffassungen der Research-Abteilung von HSBC dar und können sich jederzeit ändern; solche Meinungsänderungen müssen nicht publiziert werden.

Die in den Studien enthaltenen Informationen und Meinungen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, die jedoch zeitweiligen Veränderungen unterliegen. Die Kursdaten auf Seite 1 stammen von Reuters. Die technischen Marken auf Seite 2 sind das Ergebnis eigener Analysen. Die vergangene Entwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance. Der Wert jedes Investments oder der Ertrag kann sowohl sinken als auch steigen, und Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Gesamtbetrag zurück. Der Wert eines Anleiheinvestments kann durch innewohnende Kreditrisiken schwanken. Dort, wo ein Investment in einer anderen Währung als der lokalen Währung des Empfängers der Studie denominiert ist, könnten Veränderungen des Devisenkurses eine Negativwirkung auf Wert, Kurs oder Ertrag dieses Investments haben. Bei Investments, für die es keinen anerkannten Markt gibt, könnten die Investoren Schwierigkeiten haben, diese zu veräußern oder zuverlässige Informationen über den Wert oder das Ausmaß des Risikos, dem ein Investment unterliegt, zu erhalten.

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