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US-Wirtschaft sieht sich höheren Widerständen gegenüber

Allmählich schlägt der längste Government Shutdown in der US-Geschichte auch auf das Gemüt der heimischen Unternehmen. Vor dem Hintergrund das am Dienstag der Empire State-Index überraschend stark auf nur noch 3,9 Punkte zurückfiel, dürfte die heutige Veröffentlichung seines Pendants für den Fed-Verwaltungsdistrikt Philadelphia daher mit Spannung erwartet werden. Nachdem der Philly Fed-Index im Dezember mit 9,1 Punkten bereits ein neues 2-Jahrestief markierte, würde eine weitere Verschlechterung den Spekulationen über eine deutliche Abkühlung der US-Wirtschaftsdynamik zu Jahresbeginn weitere Nahrung geben. Dennoch weisen zumindest die Befragungsergebnisse im aktuellen Beige Book daraufhin, dass die Unternehmen in den USA vermehrt die negativen Nebenwirkungen der politischen Entscheidungen der Trump-Administration zu spüren bekommen. So beklagten die befragten Firmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dass sie Zölle als eines der größten Risiken bezüglich ihrer Geschäftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten erachten oder diese sich sogar bereits negativ auf die Geschäftstätigkeit ausgewirkt haben.

Marktreaktion:
Am US-Bondmarkt hat sich zuletzt ein wenig Beruhigung eingestellt, so dass die Renditen 10-jähriger US-Treasuries aktuell recht stabil um 2,70 % schwanken. An dieser Grundtendenz dürfte die Veröffentlichung des Philly-Fed Index heute kaum etwas ändern.

Schwache Inflationsvorgaben für die Eurozone in 2019

Die heute anstehende Veröffentlichung der finalen Inflationsdaten dürfte u. E. die Ergebnisse der Vorabschätzung bestätigen, nach denen die Teuerungsrate in der Eurozone im Dezember 2018 mit 1,6 % gg. Vj. auf den niedrigsten Stand seit April gesunken ist. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist der starke Rückgang der Energiepreise. Für das Gesamtjahr 2018 würde sich somit eine durchschnittliche Teuerung von 1,7 % ergeben. Zwar wäre dies mit dem EZB-Inflationsziel von "unter aber nahe 2 %" grundsätzlich vereinbar. Für das aktuelle Jahr ist aber mit einem deutlich geringeren Preisdruck zu rechnen. Hierfür spricht nicht zuletzt die unverändert niedrige Kerninflationsrate, die über weite Strecken des Jahres um 1,0 % herum schwankte. Daher gehen wir 2019 von einer Abschwächung der Teuerungsrate auf 1,3 % aus. Vor diesem Hintergrund dürfte es der EZB schwer fallen, eine Straffung der Geldpolitik in Form von Leitzinserhöhungen zu beschließen, so dass wir bis Jahresende 2020 keine Änderung des aktuellen Leitzinsniveaus erwarten.

Marktreaktion:
Ein geringer Inflationsdruck in der Eurozone wirkt sich negativ auf die ohnehin schon gedämpften Zinsphantasien für das Jahr 2019 aus. Somit dürfte eine Bestätigung der Vorabschätzung der Dezember-Inflationszahlen dem Euro keinen Rückenwind verleihen, nachdem dieser in der Nacht unter 1,14 USD zurückfiel.

Und sonst?

  • Großbritannien: Die Inflationsdaten für den Berichtsmonat Dezember brachten keine großen Überraschungen zutage. So lag die Jahresrate des Konsumentenpreisindex mit 2,1 % ebenso im Rahmen der Markterwartungen wie die 1,9 % für die Kerninflation. Insgesamt bestätigte die Dezemberschätzung aber den Trend einer deutlich nachlassenden Preisdynamik in Großbritannien, nachdem diese zu Jahresbeginn noch über der Marke von 3 % gelegen hat. Für das kommende Jahr erwarten wir einen weiteren Rückgang der Inflationsrate auf durchschnittlich 1,8 %, was u. E. die Bank of England von Leitzinserhöhungen im Jahr 2019 abhalten dürfte.
  • Brexit: Premierministerin Theresa May konnte gestern knapp 24 Stunden nach ihrer verheerenden Abstimmungsniederlage über den "Brexit"-Vertrag das von Oppositionsführer Jeremy Corbyn daraufhin initiierte Misstrauensvotum gegen sie mit 325 zu 306 Stimmen abwehren. Damit liegt zumindest bis Montag das Heft des Handelns über die Gestaltung des EU-Austritts Großbritanniens weiterhin bei der Regierung. Bis zum 21. Januar muss Theresa May einen Alternativplan im Unterhaus vorstellen, der eine realistische Chance auf eine Mehrheit besitzt. Ob May diesbezüglich von Seiten der EU weitere Zugeständnisse erlangen kann, bleibt jedoch fraglich. Entsprechende Medienberichte, dass einige Länder unter der Federführung Deutschlands und der Niederlande hierzu bereit wären, wurden gestern entschieden dementiert. Da infolge der jüngsten Entwicklungen auch die Variante eines kompletten Verzichts auf den EU-Austritt wahrscheinlicher wird, haben wir unsere Pfundprognosen angepasst. So erwarten wir nun zum Jahresende 2019 den Euro zum Pfund bei 0,80 GBP (zuvor: 0,85 GBP).
  • Südafrika: Die Notenbank wird ihren Leitzins heute voraussichtlich unverändert bei 6,75 % belassen. Infolge niedrigerer Ölpreise und zurückgenommener Erwartungen weiterer US-Zinserhöhungen rechnen die Marktteilnehmer mehrheitlich mit nur noch einer Zinsanhebung der südafrikanischen Zentralbank. Die Renditen dortiger Staatsanleihen dürften mittelfristig jedoch steigen. Hintergrund sind höhere Risikoprämien im Hinblick auf eventuelle Herabstufungen der Kreditwürdigkeit des Landes durch die Rating-Agenturen in Anbetracht der angespannten fiskalischen Situation.

Bitte beachten Sie unsere Disclosures und den Disclaimer.

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14.01.-18.01.2019

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Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter https://research.hsbc.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite https://research.hsbc.de/research/display/veroeffentlichungen/marktanalysen/marktkompass (rechts) aufgeführt.

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