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ifo Geschäftsklima weiter auf dem absteigenden Ast

Herrschte zum Jahresbeginn 2018 noch eine sehr optimistische Stimmung bei den Unternehmen in Deutschland, hat sich dieses Bild im Verlauf des Jahres spürbar geändert. So wies der ifo Geschäftsklimaindex im Januar den höchsten Wert seit der bis 2005 zurückgerechneten neuen Zeitreihe mit dem Basisjahr 2015 auf. Für den Dezember zeichnet sich nun aber der tiefste Indexstand seit rund zwei Jahren ab. Hintergrund sind vor allem die seit dem Frühjahr des laufenden Jahres zunehmenden internationalen Handelsstreitigkeiten, die anhaltenden Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem "Brexit"-Prozess und die Abschwächung der globalen BIP-Dynamik. Nachdem sich zunächst die Geschäftserwartungen verschlechtert hatten, wurde zuletzt auch die Geschäftslage deutlich pessimistischer beurteilt. Das deutet darauf hin, dass die Auftragsbücher der befragten Unternehmen weniger gut gefüllt sind als noch vor ein paar Monaten. Wir gehen daher auch davon aus, dass das BIP im kommenden Jahr lediglich um 1,3 % gesteigert wird (2018e: 1,6 %).

Marktreaktion:
Der erwartet vierte Rückgang beim ifo Index in Folge dürfte nicht nur verdeutlichen, dass der Hochpunkt im Konjunkturzyklus in Deutschland überschritten ist, sondern auch der Blick in die Zukunft nur verhalten optimistisch ausfällt. Für den Euro sind solche Nachrichten wenig erfreulich. 2019 rechnen wir mit Notierungen zum US-Dollar von 1,10 USD.

Unternehmen jetzt auch in den USA vorsichtiger

Überraschend deutlich hat sich im Dezember auch die Stimmung der Unternehmen in den USA eingetrübt. So fiel der Empire State-Index für den Fed-Distrikt New York um 12,4 auf nur noch 10,9 Indexpunkte (Grafik 2). Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2017 und deutet darauf hin, dass sich die o. g. Gründe auch in den Vereinigten Staaten allmählich negativ bemerkbar machen. Noch notiert der Sentimentindikator für das Verarbeitende Gewerbe im Expansivbereich und zeigt damit ein Wachstum in diesem Sektor an. Die Dynamik der Industrieaktivitäten dürfte 2019 indes im Vergleich zum laufenden Jahr nachlassen. Ebenfalls rückläufig war im Berichtsmonat der NAHB-Hausmarktindex, der um satte vier auf jetzt nur noch 56 Indexpunkte und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2015 nachgab. Somit droht 2019 auch am US-Immobilienmarkt eine weniger dynamische Entwicklung.

Marktreaktion:
Die gestern veröffentlichten US-Konjunkturdaten überraschten auf der Unterseite. Das half dem Euro, sich gegenüber dem US-Dollar wieder über der Marke von 1,13 USD festzusetzen.

Und sonst?

  • Eurozone: Die Revision der Inflationsdaten für den gemeinsamen Währungsraum ergab, dass die Teuerung im November nur bei 1,9 % (zuvor gemeldet: 2,0 %) und damit um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert lag. Die Kernrate wies sogar nur einen Wert von 1,0 % (Oktober: 1,1 %) aus. Dies offenbart, dass der zugrundeliegende Preisdruck nach wie vor überschaubar bleibt. Wir rechnen im kommenden Jahr daher im Herbst 2019 auch nur mit einer einmaligen Anhebung des Einlagensatzes um 15 BP durch die EZB.
  • Großbritannien: Das britische Unterhaus ("House of Commons") soll nun in der Woche vom 14. Januar über den "Brexit"-Vertrag abstimmen, nachdem das zunächst für den 11. Dezember angesetzte Votum kurzfristig abgesagt worden war. Premierministerin Theresa May hofft bis dahin u. a. weitere Zusicherungen der EU bezüglich der irischen Grenzfrage zu erhalten und eine Mehrheit der Parlamentarier damit von dem mit der Staatengemeinschaft ausgehandelten Vertragswerk zu überzeugen. Wird der "Brexit"-Vertrag abgelehnt oder kommt bis zum 21. Januar kein Votum zustande, liegt das Heft des Handelns fortan beim Parlament, das die Regierung dann mehrheitlich beauftragen kann, einen alternativen Plan umzusetzen.
  • Ungarn: Die Notenbank (MNB) wird ihren Leitzins heute voraussichtlich unverändert bei 0,90 % belassen. Die Inflation war jüngst im November mit 3,1 % vor allem infolge der gefallenen Ölpreise geringer ausgefallen als erwartet (Oktober: 3,8 %). Trotz dieser vorübergehenden Entwicklung rechnen wir 2019 mit einer durchschnittlichen Teuerung oberhalb des MNB-Inflationsziels von 3 %. Mit einer erwarteten Anhebung der "Base Rate" um rund 80 BP überschätzen die aktuellen Terminpreise jedoch nach unserer Einschätzung massiv die Zinsanpassungen im kommenden Jahr. Wir rechnen 2019 lediglich mit einer Anhebung des Leitzinses um insgesamt 20 BP.

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Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

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