markt:kompass

  • Log on

    Login Bereich

    • Bitte geben Sie Ihren gültigen Benutzernamen und das zugehörige Kennwort ein. Achten Sie bei der Eingabe Ihrer Daten auf die korrekte Groß- und Kleinschreibweise!

    • Kennwort vergessen?
      Senden Sie uns einfach Ihren gültigen Benutzernamen an webservice@hsbc.de. Wir versenden Ihr Kennwort an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse.

markt:kompass

  • Seite drucken
  • Seite teilen

Gibt FOMC-Protokoll Hinweise auf Inflationsdiskussion?

Abgesehen von einer eher technisch bedingten Senkung des Zinssatzes für die Überschussreserve von 2,40 % auf 2,35 % verlief die Mai-Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) der Fed eher unspektakulär. Dennoch könnte die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls heute Abend zumindest im Hinblick auf die Einschätzung der Notenbanker bezüglich der Inflationsentwicklung in den USA neue Erkenntnisse liefern. Zuletzt hatte der nachlassende Inflationsdruck für Spekulationen gesorgt, dass sich die Fed möglicherweise schon im September gezwungen sieht, die Fed Funds-Rate um 25 BP zu senken. So fiel die vom FOMC besonders beachtete PCE-Kernrate im März auf nur noch knapp 1,6 % und folgte damit der Entwicklung des bereits seit längerem schwächelnden allgemeinen PCE-Deflators (Grafik 1). Während Fed-Chef Jerome Powell auf der letzten FOMC-Pressekonferenz dies als eine temporäre Entwicklung abtat, gab es aus dem Gremium diesbezüglich zuletzt durchaus kontroverse Äußerungen. Von Seiten der Finanzmärkte dürfte daher die Diskussion und Bewertung der Inflationsentwicklung anhand des Sitzungsprotokolls genau analysiert werden.

Marktreaktion:
Belegt das Sitzungsprotokoll die Aussagen Powells, dass das FOMC derzeit unbesorgt ist im Hinblick auf die Erreichung des Inflationsziels, sollte dies dem US-Dollar Auftrieb verleihen. Der Euro könnte so erneut in Richtung seines Jahrestiefs zum Dollar bei knapp über 1,11 USD fallen.

Inflation in Großbritannien wieder auf dem Vormarsch

Nachdem die preistreibende Wirkung der Pfundabwertung im Zuge des EU-Austrittsreferendums im Juni 2016 die Teuerungsrate in Großbritannien lange Zeit deutlich über der 2 %-Marke hieven konnte, war der Inflationstrend zuletzt klar rückläufig (Grafik 2). Für die heutige Veröffentlichung der April-Inflationsdaten erwarten wir allerdings wieder eine spürbare Beschleunigung. Hintergrund ist die Aufhebung der Energiepreisbeschränkungen für Versorgungsunternehmen durch die staatliche Regulierungsbehörde, was zu einem Anstieg der Grundtarife von rund 10 % geführt hat. Dies dürfte sich in einem Anstieg der Inflationsrate von 1,9 % auf 2,2 % niederschlagen, die damit erstmals in diesem Jahr wieder über die 2 %-Hürde springen würde. Zwar erwarten wir auch einen leichten Anstieg bei der Kernrate von 1,8 % auf 1,9 %. Trotz eines boomenden Arbeitsmarktes inklusive eines hohen Lohnwachstums bleibt damit aber die unterliegende Inflationsdynamik moderat. Dies sollte u. E. mit dazu beitragen, dass die Bank of England von Zinserhöhungen in diesem Jahr absieht.

Marktreaktion:
Allgemein wird ein Anstieg der Inflationsrate über 2 % erwartet. Daher würde nur ein überraschender Sprung der Kernrate über diese Marke die Zinserhöhungsphantasien in Großbritannien beleben und damit dem zuletzt schwächelnden Pfund wieder Unterstützung liefern können.

Und sonst?

  • Währungen: Erstmals seit Anfang April lag der Euro gestern zum Kanada-Dollar wieder unter der Marke von 1,50 CAD. Der "Loonie" profitierte dabei von der leichten Entspannung im sinoamerikanischen Handelsstreit, nachdem der US-Präsident die Sanktionen gegen den chinesischen Technologiekonzern Huawei temporär aussetzte. Perspektivisch sehen wir den Euro zum Kanada-Dollar jedoch wieder über der 1,50er-Marke bei 1,54 CAD per Jahresende 2019 notieren.
  • Türkei: Die Bankenaufsicht hat am Montag eine eintägige Verzögerung für Währungsgeschäfte von Einzelpersonen eingeführt. Bereits seit der Vorwoche gilt bei Devisenkäufen eine wiedereingeführte Steuer von 0,1 %. Insgesamt machen die Maßnahmen Devisen für Inländer weniger attraktiv. Dennoch gab die Lira im gestrigen Handelsverlauf nach. Der Anlass war, dass die Zentralbank der Türkei erstmals seit dem 9. Mai wieder einwöchige Repogeschäfte mit einem Satz von 24 % angeboten hat. Die Notenbank hatte die Finanzierungsgeschäfte ausgesetzt, um die Währung zu stützen. Dadurch mussten die Geschäftsbanken auf die Tagesfazilität der Notenbank zum erhöhten Zins von 25,5 % ausweichen. Durch den jetzt um 150 BP geringeren Schlüsselsatz der Notenbank wurde die Zinsstrukturkurve in der Türkei deutlich steiler. Zugleich dürften potentielle Lira-Abwertungen zu tendenziell höheren Renditen langlaufender türkischer Staatsanleihen führen.
  • Großbritannien: Premierministerin Theresa May hat gestern in einer Pressekonferenz die Eckpunkte eines erneuerten EU-Austrittsgesetzes umrissen. Ziel des Vorstoßes sei es, durch die gesetzliche Festschreibung eines Prozesses nach der Ratifizierung des bereits vorliegenden EU-Austrittsvertrages Kritiker sowohl innerhalb ihrer Koalition als auch in der Opposition zu einer Zustimmung zu bewegen. Demnach soll unter anderem auch eine Abstimmung im Parlament über ein mögliches zweites Referendum erfolgen. Die Resonanz auf den Vorschlag blieb indes überschaubar. So kündigten zahlreiche Politiker aus der Opposition sowie der Konservativen Partei an, gegen den Vorschlag stimmen zu wollen.

Bitte beachten Sie unsere Disclosures und den Disclaimer.

Wichtige Daten und Ereignisse

Wichtige Daten und Ereignisse in dieser Woche

Erfahren Sie mehr
Archiv

Archiv

Hier stellen wir Ihnen die letzten 10 Ausgaben unserer Publikation "markt:kompass" zur Verfügung.

Erfahren Sie mehr
Newsletter

Newsletter Service

Jetzt registrieren!

Wir liefern Ihnen unsere Publikation "markt:kompass" kostenlos und in deutscher Sprache an Ihre E-Mail-Adresse.

Newsletter Service
 
Close overlay window

Disclosures

Allgemeine Angaben zum möglichen Bestehen von Interessenkonflikten (Disclosures):

HSBC unterhält Systeme zur Erkennung und Regelung möglicher Interessenskonflikte im Zusammenhang mit den Research-Aktivitäten der Bank. Die Analysten und sonstigen für die Erstellung und Verbreitung von Analysen zuständigen Mitarbeiter von HSBC agieren unabhängig vom Investment-Banking-Geschäft der Bank und sind in eine unabhängige Führungsstruktur eingebunden. Durch eine strikte Trennung der Bereiche Investment-Banking und Research (Chinese Wall) wird ein angemessener Umgang mit vertraulichen und kursrelevanten Informationen sichergestellt. Die Bezahlung der Analysten richtet sich teilweise nach dem Ertrag von HSBC, in den auch Einnahmen aus dem Investment-Banking einfließen.

Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter https://research.hsbc.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite https://research.hsbc.de/research/display/veroeffentlichungen/marktanalysen/marktkompass (rechts) aufgeführt.

Disclaimer

Diese Studie wurde von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ("HSBCâ€�) erstellt, sie dient ausschließlich der Information unserer Kunden. Falls der Empfänger dieser Studie ein Kunde eines mit HSBC verbundenen Unternehmens ist, unterliegt die Weiterleitung an den Empfänger den zwischen dem Empfänger und dem verbundenen Unternehmen geltenden Geschäftsbedingungen. Mit dieser Studie wird weder ein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung eines Anlagetitels unterbreitet. So weit nicht ausdrückliche Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlungen ausgesprochen werden, stellen die hierin mitgeteilten Einschätzungen zu den Wertpapieren und sonstigen Titeln keine Anlageempfehlungen dar. Die von HSBC in dieser Studie gegebenen Informationen beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner neutralen Prüfung unterzogen haben; HSBC übernimmt keine Gewähr und keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen. Die in dieser Studie vertretenen Meinungen stellen ausschließlich die Auffassungen der Research-Abteilung von HSBC dar und können sich jederzeit ändern; solche Meinungsänderungen müssen nicht publiziert werden.

Die in den Studien enthaltenen Informationen und Meinungen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, die jedoch zeitweiligen Veränderungen unterliegen. Die Kursdaten auf Seite 1 stammen von Reuters. Die technischen Marken auf Seite 2 sind das Ergebnis eigener Analysen. Die vergangene Entwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance. Der Wert jedes Investments oder der Ertrag kann sowohl sinken als auch steigen, und Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Gesamtbetrag zurück. Der Wert eines Anleiheinvestments kann durch innewohnende Kreditrisiken schwanken. Dort, wo ein Investment in einer anderen Währung als der lokalen Währung des Empfängers der Studie denominiert ist, könnten Veränderungen des Devisenkurses eine Negativwirkung auf Wert, Kurs oder Ertrag dieses Investments haben. Bei Investments, für die es keinen anerkannten Markt gibt, könnten die Investoren Schwierigkeiten haben, diese zu veräußern oder zuverlässige Informationen über den Wert oder das Ausmaß des Risikos, dem ein Investment unterliegt, zu erhalten.

Diese Studie darf in Großbritannien ausschließlich dem in Artikel 19(5) des Financial Services and Markets Act 2000 (Financial Promotion) Order 2001 (in der jeweils geltenden Fassung) bestimmten Personenkreis zur Verfügung gestellt werden. Die durch das britische Rechtssystem gewährten Schutzmechanismen gelten nur für diejenigen, die geschäftliche Transaktionen mit einem Bevollmächtigten der HSBC Bank plc in Großbritannien tätigen. Diese Studie darf in den USA ausschließlich "major US institutional investors" (im Sinne von Rule 15a-6 des US Securities Exchange Act of 1934 (in der jeweils geltenden Fassung)) zur Verfügung gestellt werden; wir machen diese Empfänger darauf aufmerksam, dass alle Transaktionen für ihre Rechnung durch HSBC Securities (USA) Inc. in den USA abgewickelt werden. In Australien wurde diese Publikation durch HSBC Stockbroking (Australia) Pty Limited (ABN 60 007 114 605) zur allgemeinen Information seiner Großkunden (laut Definition des Corporations Act 2001) zur Verfügung gestellt. Es wird keine Gewähr übernommen, dass die in dieser Studie erwähnten Produkte oder Dienstleistungen Einzelpersonen in Australien zur Verfügung stehen oder gemäß der örtlichen Rechtsvorschriften unbedingt für bestimmte Personen geeignet oder angemessen sind. Die individuellen Anlageziele, die Finanzlage oder die besonderen Bedürfnisse einzelner Empfänger wurden nicht berücksichtigt. In Japan wurde diese Publikation durch HSBC Securities (Japan) Limited zur Verfügung gestellt. In Hongkong wurde diese Studie durch The Hongkong and Shanghai Banking Corporation Limited im Zuge ihres laufenden Hongkong-Geschäfts zum Zweck der Information ihrer institutionellen und gewerblichen Kunden zur Verfügung gestellt; sie ist dort nicht für Privatkunden bestimmt und darf nicht an diese verteilt werden. HSBC Securities (Asia) übernimmt keine Gewähr, dass die in dieser Studie erwähnten Produkte oder Dienstleistungen Einzelpersonen in Hongkong zur Verfügung stehen oder gemäß der örtlichen Rechtsvorschriften unbedingt für bestimmte Personen geeignet oder angemessen sind. Alle Anfragen derartiger Empfänger sind an The Hongkong and Shanghai Banking Corporation Limited zu richten. Die Weiterverbreitung, auch auszugsweise, ist untersagt. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG wird beaufsichtigt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin"). (121105)

Copyright. HSBC Trinkaus & Burkhardt AG 2018, ALLE RECHTE VORBEHALTEN. Diese Publikation darf weder vollständig noch teilweise nachgedruckt oder in ein Informationssystem übertragen oder auf irgendeine Weise gespeichert werden, und zwar weder elektronisch, mechanisch, per Fotokopie noch auf andere Weise, außer im Falle der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch HSBC Trinkaus & Burkhardt AG. MICA (P) 185/08/2009