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Handelskonflikt droht in die nächste Runde zu gehen

Die US-Regierung veröffentlichte gestern eine weitere Liste mit möglichen Strafzöllen auf Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Betroffen von den Zöllen wären dabei u. a. Lebensmittel, Chemikalien, Textilien, Metalle und elektronische Geräte. Die chinesische Regierung hat bereits mit entsprechenden Gegenmaßnahmen gedroht und brachte ihre Sorge um die Handelsbeziehung zwischen den Ländern zum Ausdruck. Damit droht der Handelskrieg auf die nächste Eskalationsstufe zu gehen, nachdem am vergangenen Freitag die USA Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus China im Wert von 34 Milliarden Dollar in Kraft traten und China mit vergleichbaren Strafzöllen auf US-Importe antwortete.

Marktreaktion:
Die jüngste Ankündigung der US-Regierung, Strafzölle auf weitere Produkte aus China mit einem Handelswert von 200 Mrd. USD auszuweiten, schlug auf die Landeswährung Yuan durch. Der US-Dollar legte um mehr als 500 Punkte in Richtung der Marke von 6,70 CNH zu (Grafik 1). Mit Blick auf die Eskalation im Handelsstreit erwarten zahlreiche Händler nun steigende USD-Kurse bei erhöhten Schwankungen des Wechselkurses.

Eurozone schwächelt weiter

Die gestern veröffentlichten Konjunkturdaten unterstrichen, dass die Eurozone ihren Wachstumszenit überschritten hat. So fiel die französische Industrieproduktion im Mai um 0,2 % gg. Vm. und verzeichnete damit entgegen der Erwartungen den dritten Rückgang in Folge. Erfolgt nicht schnell eine Erholung bei den harten Daten, steuert Frankeich in puncto Wachstum auf eine Enttäuschung zu. Währenddessen setzte in Deutschland der ZEW-Finanzmarkttest seine Talfahrt fort. So fielen die ZEW-Konjunkturerwartungen im Juli um 8,6 auf -24,7 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit August 2012 (Grafik 2). Dabei ist die extrem schlechte Stimmung im Automobilsektor auffällig - hier dürfte sich die Androhung des US-Präsidenten belastend ausgewirkt haben, Strafzölle auf Autoimporte aus der EU zu erheben. Der starke Stimmungseinbruch beim ZEW zeigt daher, dass die deutsche Wirtschaft stark unter einem globalen Handelskrieg leiden würde.

Marktreaktion:
Der Euro geriet im gestrigen Tagesverlauf unter Druck. Zu einer deutlichen Eintrübung der technischen Ausgangslage würde es aber erst bei einem Fall unter die Unterstützungszone bei rund 1,15 USD kommen, die sich noch in einiger Entfernung befindet.

Und sonst?

  • Großbritannien: Das britische BIP-Wachstum beschleunigte sich im Mai auf 0,2 % in der Dreimonatsveränderung nachdem im April noch eine Stagnation verzeichnet worden war (Grafik 2). Das britische BIP befindet sich damit auf Erholungskurs und sollte im 2. Quartal um rund 0,3 % gg. Vq. zugelegt haben, was den Befürwortern einer Leitzinserhöhung durch die BoE im August in die Hände spielen dürfte. Bei der gestrigen Veröffentlichung handelt es sich zudem um ein Novum: Erfolgte die Veröffentlichung bisher auf Quartalsbasis, stehen die Wachstumsdaten ab sofort auf Monatsbasis zur Verfügung. Die Gefahr einer höheren Frequenz liegt im Regelfall bei einer größeren Anfälligkeit für Revisionen. Die britische Notenbank hat bereits durchblicken lassen, dass der neue Modus kein merklicher Vorteil bei der Einschätzung der konjunkturellen Situation sei.
  • Kanada: Die kanadische Notenbank dürfte heute den Leitzins um 25 BP auf 1,5 % erhöhen, was auch im Konsens erwartet wird. Gegen eine Leitzinserhöhung auf dieser Sitzung sprechen primär die aus einer Verschärfung des Handelskonflikts mit den USA resultierenden konjunkturellen Risiken.

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HSBC unterhält Systeme zur Erkennung und Regelung möglicher Interessenskonflikte im Zusammenhang mit den Research-Aktivitäten der Bank. Die Analysten und sonstigen für die Erstellung und Verbreitung von Analysen zuständigen Mitarbeiter von HSBC agieren unabhängig vom Investment-Banking-Geschäft der Bank und sind in eine unabhängige Führungsstruktur eingebunden. Durch eine strikte Trennung der Bereiche Investment-Banking und Research (Chinese Wall) wird ein angemessener Umgang mit vertraulichen und kursrelevanten Informationen sichergestellt. Die Bezahlung der Analysten richtet sich teilweise nach dem Ertrag von HSBC, in den auch Einnahmen aus dem Investment-Banking einfließen.

Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter https://research.hsbc.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite https://research.hsbc.de/research/display/veroeffentlichungen/marktanalysen/marktkompass (rechts) aufgeführt.

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Die in den Studien enthaltenen Informationen und Meinungen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, die jedoch zeitweiligen Veränderungen unterliegen. Die Kursdaten auf Seite 1 stammen von Reuters. Die technischen Marken auf Seite 2 sind das Ergebnis eigener Analysen. Die vergangene Entwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance. Der Wert jedes Investments oder der Ertrag kann sowohl sinken als auch steigen, und Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Gesamtbetrag zurück. Der Wert eines Anleiheinvestments kann durch innewohnende Kreditrisiken schwanken. Dort, wo ein Investment in einer anderen Währung als der lokalen Währung des Empfängers der Studie denominiert ist, könnten Veränderungen des Devisenkurses eine Negativwirkung auf Wert, Kurs oder Ertrag dieses Investments haben. Bei Investments, für die es keinen anerkannten Markt gibt, könnten die Investoren Schwierigkeiten haben, diese zu veräußern oder zuverlässige Informationen über den Wert oder das Ausmaß des Risikos, dem ein Investment unterliegt, zu erhalten.

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