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Eurozone vor dem Verlassen der industriellen Rezession

Die Produktion in der Industrie (ohne Bau) präsentierte sich in den ersten beiden Monaten des Jahres 2019 in einer erstaunlich guten Verfassung. So fiel nicht nur der Rückgang im Februar mit 0,2 % gg. Vm. (Konsens: -0,5 %) besser aus als erwartet, sondern der Vormonatsanstieg wurde sogar von 1,4 % auf 1,9 % nach oben revidiert. Damit steuert die Industrie nach zwei Quartalsrückgängen in Folge auf eine Expansion im 1. Quartal 2019 zu und überraschte damit im Vergleich zu den Vorlaufindikatoren. So hatte der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in den ersten drei Monaten des Jahres seinen Abwärtstrend fortgesetzt und war im März mit 47,5 Punkten auf ein neues zyklisches Tief gefallen.

Marktreaktion:
Der Euro zeigte sich zum Ende der Woche in guter Form und zog zum US-Dollar auf über 1,13 USD und damit den höchsten Stand seit Ende März an (Grafik 1). Nachdem die eher "dovishen" Kommentare der EZB letzte Woche den Euro nicht mehr nachhaltig unter Druck setzten, scheint die Einheitswährung kurzfristig den Erholungspfad eingeschlagen zu haben. Auch die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen zogen wieder in den positiven Bereich an.

Was bringt die neue Woche?

Am Mittwoch veröffentlicht China seine Wachstumszahlen für das 1. Quartal 2019. In den vorherigen Quartalen hatte sich die Wachstumsdynamik deutlich abgekühlt (Grafik 2). Wir gehen davon aus, dass der Abwärtstrend in den ersten drei Monaten des Jahres gestoppt wurde und die Wirtschaft wie in der Vorperiode um 6,4 % expandiert ist. Generell rechnen wir damit, dass die Maßnahmen der chinesischen Regierung zunehmend Wirkung zeigen und es in der 2. Jahreshälfte sogar zu einer Wachstumsbeschleunigung kommt. Auch in den USA haben zuletzt die Diskussionen über eine Abschwächung der Wirtschaft wieder zugenommen. Vor diesem Hintergrund dürfte der Konjunkturbericht der US-Notenbank (Beige Book) Beachtung finden, der ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht wird.

Marktreaktion:
Besonders Signale in Richtung einer Stabilisierung der chinesischen Wirtschaft hätten das Potential, den Risikoappetit der Anleger anzuregen.

Und sonst?

  • USA: Von Pessimismus kann zwar noch keine Rede sein, die US-Konsumenten waren aber auf Basis der Erhebung der University of Michigan im April bei weitem nicht mehr so optimistisch wie noch im Vormonat. So fiel das Verbrauchervertrauen von 98,4 auf 96,9 Punkte zurück (Konsens: 98,2 Punkte), wobei die Konsumenten besonders im Hinblick auf die Zukunft vorsichtiger geworden sind (85,8 nach 88,8 Punkten).
  • Volksrepublik China: Saisonale Effekte durch das Datum des Neujahrsfestes sind der Haupttreiber für das jüngste Exportwachstum. Im März stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,2 %, nachdem im Februar ein Minus von annähernd 21 % verzeichnet wurde. In der Periode Januar bis März erhöhten sich die Exporterlöse im Vergleich zur Vorjahreszeitraum jedoch nur um 1,4 %. Importe ins Reich der Mitte signalisieren mit -7,6 % im März in der Jahresrechnung die Auswirkungen der Zollanhebungen sowie des flacheren Konjunkturverlaufs. Durch die wirtschaftspolitischen Maßnahmen, vor allem durch die Steuerentlastungen für Unternehmen, sollte sich die Inlandsnachfrage in den kommenden Monaten beleben.
  • Argentinien: Der US-Dollar verlor am Freitag erneut gegenüber dem Peso und gab auf 42,2 ARS nach. Anleger setzen dabei besonders auf den hohen Zinsertrag von ARS-Longpositionen. Rückenwind sollte die Landeswährung zugleich durch die heute beginnenden und vom Finanzministerium bis zum Herbst täglich geplanten Auktionen von 60 Mio. US-Dollar erhalten.

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Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

Für Anleihen, die wir im Rahmen der Analyse untersuchen, verwenden wir einen Relative-Value-Ansatz. Dabei bewerten wir Anleihen anhand von Präferenzen und im Vergleich zu ihrer eigenen Historie. Unsere Handelsempfehlungen haben einen Performancehorizont von zwei bis sechs Monaten. Die Grundlagen unserer Anleihenbewertung sind unter https://research.hsbc.de erläutert. Die Grundlagen der Anleihenbewertung und die Anzahl der in den drei letzten Monaten abgegebenen Kauf- und Verkaufsempfehlungen für Anleihen ist auf der Webseite https://research.hsbc.de/research/display/veroeffentlichungen/marktanalysen/marktkompass (rechts) aufgeführt.

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Diese Studie wurde von HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ("HSBCâ€�) erstellt, sie dient ausschließlich der Information unserer Kunden. Falls der Empfänger dieser Studie ein Kunde eines mit HSBC verbundenen Unternehmens ist, unterliegt die Weiterleitung an den Empfänger den zwischen dem Empfänger und dem verbundenen Unternehmen geltenden Geschäftsbedingungen. Mit dieser Studie wird weder ein Angebot zum Verkauf, Kauf oder zur Zeichnung eines Anlagetitels unterbreitet. So weit nicht ausdrückliche Kauf-, Verkaufs- oder Halteempfehlungen ausgesprochen werden, stellen die hierin mitgeteilten Einschätzungen zu den Wertpapieren und sonstigen Titeln keine Anlageempfehlungen dar. Die von HSBC in dieser Studie gegebenen Informationen beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, jedoch keiner neutralen Prüfung unterzogen haben; HSBC übernimmt keine Gewähr und keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen. Die in dieser Studie vertretenen Meinungen stellen ausschließlich die Auffassungen der Research-Abteilung von HSBC dar und können sich jederzeit ändern; solche Meinungsänderungen müssen nicht publiziert werden.

Die in den Studien enthaltenen Informationen und Meinungen basieren auf öffentlich zugänglichen Quellen, die jedoch zeitweiligen Veränderungen unterliegen. Die Kursdaten auf Seite 1 stammen von Reuters. Die technischen Marken auf Seite 2 sind das Ergebnis eigener Analysen. Die vergangene Entwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Performance. Der Wert jedes Investments oder der Ertrag kann sowohl sinken als auch steigen, und Sie erhalten möglicherweise nicht den investierten Gesamtbetrag zurück. Der Wert eines Anleiheinvestments kann durch innewohnende Kreditrisiken schwanken. Dort, wo ein Investment in einer anderen Währung als der lokalen Währung des Empfängers der Studie denominiert ist, könnten Veränderungen des Devisenkurses eine Negativwirkung auf Wert, Kurs oder Ertrag dieses Investments haben. Bei Investments, für die es keinen anerkannten Markt gibt, könnten die Investoren Schwierigkeiten haben, diese zu veräußern oder zuverlässige Informationen über den Wert oder das Ausmaß des Risikos, dem ein Investment unterliegt, zu erhalten.

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