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Expansive Geldpolitik trotz hoher Inflation in Polen

In Polen liegt der Leitzins seit März 2015 bei historisch niedrigen 1,50 % (Grafik 1). Dabei präsentiert sich die Wirtschaft in einer sehr guten Verfassung: nach einem BIP-Plus von 5,1 % in 2018 zeichnet sich auch für das laufende Jahre ein BIP-Anstieg von mehr als 4 % ab. Gleichzeitig war die Jahresrate der Konsumentenpreise im Juli mit 2,9 % (August: 2,8 %) auf das höchste Niveau seit Oktober 2012 und über das zentrale Inflationsziel der Notenbank (2,5 %) gestiegen. Einige Mitglieder des geldpolitischen Komitees der Narodowy Bank Polski (NBP) stellten daraufhin eine moderate Verschärfung der Geldpolitik in Aussicht. NBP-Chef Adam GlapiÅ„ski betonte indes den flexiblen Ansatz der Notenbank bei der Inflationssteuerung, welcher auch die Bereitschaft beinhalte, ein temporäres Überschießen der Teuerung zuzulassen. Zuletzt stellten die polnischen Währungshüter zudem verstärkt die Risiken für die heimische Wirtschaft aufgrund der jüngsten globalen Entwicklungen (Handelskonflikte, abnehmende BIP-Dynamik) heraus. Trotz eines soliden Arbeitsmarkts - im Juli lag die Arbeitslosenquote in Polen mit nur noch 5,2 % auf dem niedrigsten Stand seit September 1990 - und weiter kräftig steigender Löhne (2019e: 7,0 % gg. Vj.) rechnen wir daher weder auf der heutigen NBP-Sitzung noch bis Ende 2020 mit einer Veränderung des Referenzzinssatzes.

Marktreaktion:
Der polnische Zloty war im August aufgrund verringerter Leitzinserhöhungserwartungen verstärkt unter Druck geraten. Diese Tendenz dürfte erneut einsetzen, sollte die NBP ihre "lediglich" neutrale geldpolitische Haltung bekräftigen. Zum Jahresende 2019 rechnen wir mit Notierungen zum Euro von 4,50 PLN.

Frankreichs Industrie schlägt sich wacker

Im Gegensatz zur deutschen Industrie, die sich seit einiger Zeit in einer technischen Rezession befindet, konnte in Frankreich bei der Produktion trotz eines schwachen Juni-Ergebnisses im 2. Quartal 2019 noch ein moderates Quartalsplus erzielt werden (Grafik 2). Im Juli zog die Industrieproduktion zudem um 0,3 % gg. Vm. an. Beim Blick auf die Stimmung zeigt sich, dass der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das Verarbeitende Gewerbe in diesem Jahr zumeist knapp oberhalb der Expansionsmarke notierte (August: 51,1) und sich auch der INSEE-Umfragewert über dem langfristigen Durchschnitt stabil zeigt. Ein deutlicher Rücksetzer bei der Produktion ist daher vorerst nicht in Sicht. Das sollte dazu beitragen, dass die Binnennachfrage gut unterstützt bleibt. Per Saldo dürfte die französische Wirtschaft in diesem Jahr ein BIP-Plus von 1,2 % generieren können (Deutschland 2019e: 0,5 %).

Marktreaktion:
Da der Anstieg der französischen Industrieproduktion im Juli im Rahmen der Konsenserwartungen (+0,5 % gg. Vm.) lag, ergaben sich beim Euro keine großen Kursbewegungen. Gegenüber dem US-Dollar bleibt der Bereich um die Marke von 1,10 USD eine wichtige Unterstützung.

Und sonst?

  • Großbritannien: Im Juli ist die ILO-Arbeitslosenquote auf 3,8 % (Juni: 3,9 %) gefallen. Niedriger lag die Quote zuletzt 1974. Gleichzeitig zogen die Löhne im Dreimonatsvergleich auf 4,0 % gg. Vj. und damit den höchsten Stand seit April 2010 an. Damit zeigt sich der britische Arbeitsmarkt von den anhaltenden politischen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem EU-Austrittsprozess wenig tangiert. Da zudem die Wahrscheinlichkeit für ein "no deal"-Szenario am 31. Oktober durch die jüngsten Gesetzgebungsinitiativen gesunken ist, erscheinen die Markterwartungen hinsichtlich potentieller Leitzinssenkungen durch die Bank of England auf kurze Sicht übertrieben. Eine schnelle Lösung in den Verhandlungen zwischen der britischen Regierung und der EU ist indes nicht in Sicht. Wir rechnen daher weder in diesem noch im kommenden Jahr mit einer Anpassung der Bank Rate. Das britische Pfund zeigte sich gestern stabil. Der Euro konnte die Marke von 0,90 GBP nicht zurückerobern.
  • Italien: Nachdem am Montag bereits das Abgeordnetenhaus mit Mehrheit (343 zu 263) der Koalition aus Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) und Sozialdemokraten (PD) das Vertrauen ausgesprochen hatte, votierte gestern auch der Senat (169 zu 133) für das neue Bündnis. Damit hat die neue Regierung von Ministerpräsident Guiseppe Conte die letzte parlamentarische Hürde genommen und kann seine Arbeit offiziell starten. Vorgezogene Parlamentsneuwahlen sind somit endgültig vom Tisch. Dennoch zogen italienische Renditen in einem "risk on"-Umfeld weiter an, wobei 10-jährige Papiere nun wieder etwas mehr als 1 % abwerfen. Im Tief hatte die 10-jährige Rendite in der vergangenen Woche noch bei rund 0,80 % gelegen.
  • Indien: Die Wirtschaftsleistung Indiens wird derzeit durch zyklische und strukturelle Faktoren gebremst. Letztgenannte Hindernisse werden vor allem durch die Lage im ländlichen Raum, finanzielle Schwierigkeiten der Schattenbanken und Überkapazitäten im Industriesektor verursacht. In diesem Umfeld haben wir die BIP-Prognose für das bis Ende März 2020 laufende Fiskaljahr 2019/20 von 6,4 % auf 5,7 % gesenkt. Für das Fiskaljahr 2020/21 haben wir unsere Erwartung zudem von 6,8 % auf 6,4 % zurückgenommen. Durch die geringere Nachfrage verlangsamt sich der Preisauftrieb, weshalb wir bei den morgen zur Veröffentlichung anstehenden Inflationsdaten für August mit einer Jahresrate von 3,2 % rechnen (Juli: 3,4 %). Daher wird die Notenbank ihren Leitzins bis Ende März des kommenden Jahres voraussichtlich um 50 BP auf 4,90 % herabsetzen. Die Renditen langlaufender indischer Staatsanleihen dürften sinken.

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