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Wie gespalten ist das FOMC in der Leitzinsfrage?

Ähnlich wie im EZB-Rat herrscht auch im Offenmarktkomitee (FOMC) der US-Notenbank gelebte Uneinigkeit über den eingeschlagenen geldpolitischen Kurs. So haben die jüngste Senkung der Fed Funds-Rate um 25 BP auf der Septembersitzung des FOMC nur sieben von zehn stimmberechtigten Mitgliedern mitgetragen. Während sich die regionalen Fed-Chefs Esther George und David Rosengreen gegen eine Zinssenkung aussprachen, votierte James Bullard gar für eine Reduzierung um 50 BP. Das heute zur Veröffentlichung anstehende Gesprächsprotokoll der Sitzung dürfte daher näheren Aufschluss über die Diskussionen zur Zinspolitik innerhalb des FOMC geben. Dabei stellt sich die Frage, ob die US-Währungshüter mehrheitlich eine weitere Anpassung des Zinsniveaus im Rahmen des sog. "Mid-Cycle-Adjustments" im Hinblick auf die konjunkturellen Risiken für notwendig erachten. In Anbetracht der zuletzt eher enttäuschenden Frühindikatoren rechnen wir in diesem Zusammenhang mit einer weiteren Leitzinsreduktion um 25 BP im Oktober, aber darüber hinaus mit keiner weiteren Zinsanpassung in den USA bis Ende 2021 (Grafik 1).

Marktreaktion:
Allgemein wird eine moderate Zinssenkung im Oktober als sehr wahrscheinlich angesehen. Zeigt das Gesprächsprotokoll aber eine geringere Bereitschaft zu weiteren geldpolitischen Lockerungen auf, könnte dies den Euro zum Dollar wieder in Richtung 1,09 USD drücken.

Schwindende Chancen auf EU-Austrittsdeal belasten Pfund

Aus Kreisen des britischen Premierministers Boris Johnson wurde gestern kolportiert, dass die Regierung nicht mehr davon ausgehe, dass die EU einem modifizierten EU-Austrittsvertrag auf dem Treffen der Staats- und Regierungschefs am 17-18. Oktober zustimmen wird. Hintergrund sei dabei ein Telefongespräch Johnsons mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gewesen, in dem diese angeblich eine zeitlich unbeschränkte EU-Mitgliedschaft Nordirlands zur Vorbedingung für einen Deal mit Großbritannien machte. An den Finanzmärkten wurde die von deutscher Seite heftig dementierte Lesart des Telefongesprächs als Signal gewertet, dass die britische Regierung kein ernsthaftes Interesse an einer Einigung mit der EU besitzt, sondern stattdessen die EU als Sündenbock im Falle eines "No-Deal-Szenarios" hinstellen möchte. Zwar kann das britische Parlament im Falle einer fehlenden Einigung die Regierung verpflichten, bei der EU eine Verlängerung der Austrittsfrist über den 31. Oktober hinaus zu beantragen. Der ungewöhnlich scharfe Ton der britischen Seite könne jedoch die EU dazu veranlassen, einem solchen Aufschub nicht zuzustimmen und damit Boris Johnsons Versprechen eines EU-Austritts Großbritanniens um jeden Preis Vorschub leisten, so die Interpretation der Analysten.

Marktreaktion:
Als Reaktion auf die britische Haltung kletterte der Euro zum Pfund wieder auf knapp unter 0,90 GBP (Grafik 2). Kommt es zu einem ungeregelten EU-Austritt besitzt der Euro weiteres Kurspotential in Richtung der Parität.

Und sonst?

  • Deutschland: Trotz eines leichten Anstiegs der Industrieproduktion um 0,3 % gg. Vm. im August (Juli: revidiert -0,4 %) bleibt das Verarbeitende Gewerbe in Deutsch-land im Krisenmodus gefangen. Um ein fünftes Quartal in Folge mit negativen Wachstumsraten bei der Industrieproduktion zu vermeiden, müsste letztere - vorbehaltlich eventueller Revisionen - im September um mehr als 2,6 % gg. Vm. gewachsen sein, was angesichts der jüngsten PMI-Schätzungen nahezu ausgeschlossen erscheint. Vor diesem Hintergrund dürfte neben der anhaltenden industriellen Rezession auch die deutsche Gesamtwirtschaft im 3. Quartal in eine technische Rezession (zwei negative BIP-Quartalsraten in Folge) gerutscht sein.
  • USA: Die Produzentenpreise sind im September überraschend deutlich gesunken. Gegenüber dem Vormonat ging der Produzentenpreisindex (PPI) um 0,3 % zurück, so dass die Jahresrate auf nur noch 1,4 % rutschte (August: 1,8 %), den tiefsten Stand seit November 2016. Der nachlassende Preisdruck dürfte dabei auch Ausdruck der - sich zuletzt auch in den Einkaufsmanagerindizes abzeichnenden - Schwäche des Verarbeitenden Gewerbes in den USA sein.

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Der/die Researchanalyst/en, der/die diese Studie erstellt hat/haben, bestätigt/bestätigen, dass die hierin zum Ausdruck gebrachten Meinungen exakt die persönliche Meinung des/der Analysten zu dem/den betreffenden Wertpapier/en und Emittenten widerspiegeln und dass kein Teil seiner/ihrer Vergütung in direktem oder indirektem Zusammenhang mit bestimmten in dieser Studie enthaltenen Empfehlungen oder Ansichten stand oder stehen wird.

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